Narben im Gehirn durch Stress

Stressbedingte Narben im Gehirn

" Das ist ein Schnitt durch das Gehirn", erklärt Prof. Geänderte Gehirnstruktur bedeutet "Narben". Wenn es stressbedingt war, musst du es vermeiden.

Schrammen im Gehirn. Der emotionsgeladene Stress in der frühkindlichen Jugend lässt nach. Traumatisierte Erfahrungen und fehlende seelische Aufmerksamkeit in der frühkindlichen Entwicklung wirken sich nicht nur auf das menschliche Gedächtnis aus, sie können sich auch als geänderte Gehirnstrukturen äußern und das Erlernen und die gesellschaftliche Eingliederung für die Betreffenden verkomplizieren.

Der emotionsgeladene Stress in der frühkindlichen Jugend lässt nach. Traumatisierte Erfahrungen und fehlende seelische Aufmerksamkeit in der frühkindlichen Entwicklung wirken sich nicht nur auf das menschliche Gedächtnis aus, sie können sich auch als geänderte Gehirnstrukturen äußern und das Erlernen und die gesellschaftliche Eingliederung für die Betreffenden verkomplizieren. Prof. Dr. Gerd Poeggel vom Biologischen II des Instituts für II an der Biowissenschaftlichen, Pharmazeutischen und Psychologischen Fakultät der Uni Leipzig erklärt die aktuellen Forschungsergebnisse.

"â??Das ist ein Querschnitt durch das Gehirnâ??, erklÃ?rt Prof. Gerd Poeggel die Probe, die er unter dem Mikrofon platziert hat. "Es handelt sich um ein Netzwerk von Denkern (die Antennensysteme der Neuronen) und Axonen, die die Informationen nach der Einbindung der Eingangssignale durch das Neuron übertragen. Bei diesen Synergien werden die elektronischen Impulse der Energiezellen in elektrische Nachrichten umgesetzt, die dann auf andere Energiezellen übertragen werden können.

Worum geht es Prof. Poeggel also, wenn er ins Mikrofon schaut? Die Tatsache, dass unter widrigen Bedingungen aufwachsende Kleinkinder in der Regel später im Alter eine schwerere Zeit haben, ist seit langem erwiesen und konnte erst in jüngster Zeit durch Untersuchungen in Rumänen-Waisenhäusern nachgewiesen werden. Inwiefern beeinflussen negative emotionale Erlebnisse in der frühen Kindheit die Entwicklung von neuronalen Übertragungssystemen und damit die Chemo-Architektur des Hirns?

"Die Hirnpräparate, die Prof. Poeggel vor sich hat, kommen von der kleinen Pigus, Meerschweinchen-ähnlichen Nagetieren. Für Forschungen mit emotionalem Bezug stehen diese Objekte zur Verfügung, denn - wie beim Menschen - kommen die Jungs bereits mit funktionalen Sinneswahrnehmungen in die weite Ferne, die Menschen "sprechen" schalltechnisch untereinander und beunruhigen auch die Decuväter über ihren Nachfolgebedarf.

Die Unterbringung der Haustiere erfolgt nicht im Zoo Leipzig, sondern beim Kooperationspartner, dem Physikalischen Zentrum für Neurowissenschaften Magdeburg und dem Biologischen Zentrum der Universität Otto von Guericke Magdeburg. Nachher werden die dem Stress der Vereinsamung ausgesetzten Gradus mit denen gleichgesetzt, die mit ihren Kindern und Verwandten zusammen geblieben sind. Dies geschieht durch Verhaltens-Experimente, durch biomechanische Labortests von Eigenblut oder Hirnflüssigkeit auf Kuriersubstanzen sowie durch Mikroskopie des Hirns.

Junge Tiere ohne Gefühlsdefizite können dagegen durch die Mutterenstimme besser beruhigt werden. "Allerdings haben wir nicht nur andere Verhaltensmuster, sondern auch deutliche strukturelle Änderungen festgestellt", sagt Poeggel zu den Hirnpräparaten. "â??Die Verdichtung der lichttechnisch erkennbaren Synergien, d.h. der Kontaktpunkte im Gehirn, Ã?ndert sich bei psychisch belasteten Menschen im GegenÃ??ber den nicht belasteten Kontrollpersonen; und wenn man mit dem Elekronenmikroskop auf maximale VergröÃ?erung blickt, dann ist ersichtlich, dass sich auch das VerhÃ?ltnis von exzitatorischen und inhibitorischen Synergien bereichsspezifisch geÃ?ndert hat.

"Natürlich gibt es noch viele offene Fragen: "Eine unserer weiteren Forschungen ist es, festzustellen, Inwiefern das Gehirn des unbewohnten Kindes bereits durch den seelischen Stress der Mütter beeinflusst ist. "Auf der Grundlage der aktuellen Basisforschung könnte auch daran gefeilt werden, die Auswirkungen einer fehlerhaften Vernetzung und des Missverhältnisses von Botenstoffen durch frühzeitige Therapiemaßnahmen zu mindern.

Allerdings will der Leipzig-Professor nicht, dass sein Studium als wissenschaftliches Fundament für die Zurückweisung von Kinderinstitutionen begriffen wird. "Für die Weiterentwicklung des Kinderhirns ist die kontinuierliche Auseinandersetzung mit entsprechenden geistigen Aufgabenstellungen in einer Gesellschaft mit anderen Kinder ebenso bedeutsam wie die gefühlsmäßige Aufmerksamkeit vertrauter Menschen. Aber nicht nur wenn Umwelterlebnisse positiv sind, sondern auch wenn sie nicht kompliziert genug sind, treten im heranreifenden Gehirn nur minimale oder gar "Fehlfunktionen" auf. mehr Informationen:

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