Pnf

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Die Abkürzung PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Erleichterung, was bedeutet das? Das Kürzel PNF steht für : In der Physiotherapie wird die PNF-Therapie eingesetzt, wenn bestimmte Bedingungen zu Störungen der körperlichen Bewegung führen. mw-headline" id="Definition">Definition[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Propriezeptive Neuromuscular Facilitation (PNF)[1] ist ein dreidimensionales physiotherapeutisch-ergotherapeutisches und logopädisches Behandlungsverfahren, das bei Patientinnen und Patientinnen aller Fachrichtungen eingesetzt wird, bei denen das Bewegungs-verhalten durch eine Krankheit, Schädigung, Operation und Entartung beeinträchtigt ist. Das PNF setzt sowohl Exterorezeptoren (Sensoren, die Impulse bearbeiten, die den Organismus von aussen angreifen ), Telrezeptoren (Augen und Ohren) als auch vor allem Propriorezeptoren ein, um die natürlichen, physiologischen Bewegungen einzuleiten.

Die Physiotherapie des PNF hat zum Zweck, die neuro-muskuläre Interaktion, d.h. die Interaktion zwischen Nerv und Muskel, durch eine erhöhte Stimulierung der Sensorik zu begünstigen und damit die im zentralen Nervensystem gespeicherten physiologischen Bewegungsabläufe (Facilitation) zu ermöglichen. Im Praxiseinsatz arbeitet der Behandler mit dem Betroffenen zusammen, um ein möglichst gesundes, dreidimensional und physiologisch gestaltetes Bewegungsbild an einem Körperteil gegen einen adaptierten Wiederstand durchzuführen.

Diese gesundheitsfördernde Bewegung wird vom zentralen Nervensystem als Teil eines komplizierten Bewegungsablaufs (Gesamtbewegungsmuster), wie beispielsweise einer Gangphase, wahrgenommen. Das zentrale Nervensystem schickt dann die für die Muskeltätigkeit geeigneten Daten an alle anderen Teile des Körpers. Dieser Überfluss an Aktivitäten in andere Teile des Körpers wird als Bestrahlung bezeichnet. Es wird auch von einer zielgerichteten, gangstypischen Bestrahlung gesprochen, da die gesamten Bewegungsabläufe des Laufens nach der senso-motorischen Ent-wicklung als Kleinkind im zentralen Nervensystem gespeichert sind.

Aufgrund der guten Ergebnisse wurde jedoch erkannt, dass es bei allen Patientinnen und bei denen das gesundheitsfördernde Bewegungs-verhalten beeinträchtigt ist, wirksam ist. Die PNF wurde in Deutschland in den 80-er und 90-er Jahren vor allem von der PNF-Instruktorin Liselotte Özarcuk weiter entwickelt, die ihr Wissen unmittelbar von Frau Knott erhielt. Die Bewegungsabläufe und die Behandlungsmethoden hat Liselotte Özarcuk so differenziert, dass eine zielgerichtete Bestrahlung typischer Gangbewegungsmuster durchführt wurde.

Es ist möglich, das Bewegungs-verhalten eines Menschen im Verhältnis zur körperlichen Aktivität zu untersuchen, zusammen mit dem Menschen zielführende Maßnahmen zur Optimierung des Bewegungs-verhaltens festzulegen und die Therapie zu erproben. Dabei wird die Besonderheit genutzt, dass die physischen Bewegungsabläufe der Körperteile und die gesamten Bewegungsabläufe (Musterkombinationen beim Gehen) im Zentralnervensystem gespeichert sind.

Sämtliche Bewegungsabläufe sind durch eine feste Räumlichkeit gekennzeichnet. Für die praktische Umsetzung wird ein sich am physiologischsten bewegender Körperteil ausgewählt, der ein physikalisches Bewegungsbild mit exakt definierten Taststimuli ausführt, indem der Patient von der richtigen Prädehnung des Bildes gegen einen adaptierten räumlichen Wiederstand zur Endposition des Bildes wechseln kann.

Darüber hinaus wird auf eine physikalische Muskelwirkungssequenz des zu behandelnden Körperteils geachtet. Dabei wird ein einziges Bewegungsbild als Teil eines allgemeinen Bewegungsmusters wahrgenommen, woraufhin das ZNS die korrespondierenden Befehle zur Muskelaktivität an alle anderen am gesamten Bewegungsbild beteiligten Körperteile schickt. In denjenigen Körperteilen, die zuvor von der Bewegung gestört waren, tritt eine physikalische Bestrahlung auf.

Die physiologischen Bewegungen werden erleichtert (initiiert). In den Ausgangspositionen, die bei der sensorischen Erschließung des Betroffenen auftreten, erfolgt die Aufklärung. Der Georg Thiéme Verlagshaus, Stuttgart 2005, ISBN 3-13-129291-1 Thomas Einsingbach, Armin Klümper, Lutz Biedermann: Sport-Physiotherapie und Wiedereingliederung. Der Georg Thiéme Verlagshaus, Stuttgart 1988, ISBN 3-13-711101-3 Lissabon: Wichtigkeit der Knochensynthese und der funktionalen Nachbehandlung zur Heilung von Knochenfrakturen.

1/1992. Lizelotte Ozarcuk: Post-Treatment der Lendenukleotomie mit PNF. W. Zuckschwerdt Verlagshaus, München 1994, ISBN 3-88603-475-5 T. Laser: Coxarthrose und PNF. E. M. Funk, Gustav Fischer Verlagshaus, Stuttgart 1994, ISBN 3-437-00764-5 H. R. Weiss: Grundlagen der Therapie der Skoliose mit PNF. Der Gustav Fischer Verlagshaus, Stuttgart 1994, ISBN 3-437-11550-2. E.-M. Radiotherapie von funktionellen Störungen der Halswirbelsäule mit PNF.

Stadt & Fischer, München 1999, ISBN 3-437-45280-0 Die Ergebnisse der Behandlung von Skoliosen nach PNF. Der Gustav Fischer Verlagshaus, Stuttgart, ISBN 3-437-11550-2 Britta Dietz: Let's sprint, let'sskate - Neuerungen im PNF-Konzept. Der Springer Medizinal Verlagshaus, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-540-88897-0, beschäftigt sich mit einem Thema der Gesundheit.

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