Procain Anwendungsgebiete

Anwendungen von Procain

Heute wird Procain nur noch selten als Lokalanästhetikum eingesetzt. Aufgussbehandlung Ein gesunder Organismus besteht aus Vollblut, Geweben, Lymphe, Speichel und Gehirnflüssigkeit, und die meisten Gewebe des Körpers sind weder normal noch säurehaltig, sondern leicht alkalisch. Unter diesen (normalen) Verhältnissen liegt der so genannte pH-Wert bei 7,4, wodurch biochemische Vorgänge optimal ablaufen können. Von dieser Regelung gibt es auch bei gesunder Bevölkerung eine Ausnahme, nämlich die regionalen Besonderheiten: Die Körperdrüsen haben einen noch alkalischeren pH-Wert (z.B.

Pankreas-pH-Wert 8,5).

Andererseits wird im Bauchraum, der verdauungsfördernd und als Barriere gegen Krankheitserreger wirkt, Salzsäure im Bauch gebildet (pH-Wert 1). Obwohl der Körper in der Regel sehr gut in der Situation ist, mit Hilfe so genannter Buffersysteme ( "Puffersysteme") rasch SÃ??uren aus dem Plasma zu scheiden, ist diese funktionsgestört, wenn die SÃ?ure in der mikroenviralen Umgebung von kreislaufgestörtem, krebsverÃ?ndertem oder chronisch entzÃ?ndertem Stoff entsteht: Sie fÃ?hrt zu einer Ã?bersÃ?uerung des Gewebes mit der Ã?berbeschÃ?digung, was zu Schmerzen und Behinderung von ReparaturvorgÃ?

Das Procain - ein innovatives klassisches Produkt

Procain, seit hundert Jahren bekannt, lanciert derzeit ein viertes und hochinteressantes Comeback. Procain, das aus der Agave stammt, wurde 1905 vom Biologen Prof. Alfred Einhorn hergestellt, um es als narkotisches Mittel mit geringer Nebenwirkung als Alternative zu Koks und Pillen zu verwenden. Procains erste Laufbahn war mit verletzten Soldatinnen und Soldatinnen im Ersten Weltkrieg: Es war erstaunlich zu erfahren, dass nicht nur der Schmerz schnell nachließ, sondern sich auch - der Tradition nach - die Therapeuten gut erholten und einige unerwarteterweise gar ihre Originalhaarfarbe zurückerhalten haben.

Im Jahr 1940 entwickelt der dortige Mediziner Ferdinand H. Huneke die neuronale Therapie, in die er Procain (Novocain®) injiziert, wie er es noch heute tut. Etwa zehn Jahre später entdeckte die gebürtige Biologin und Naturwissenschaftlerin Professorin Dr. Ana Aslan bei der Therapie von rheumatischen Erkrankungen, dass Procain nicht nur die Gelenkbeschwerden bei älteren Menschen, sondern auch eine Vielzahl von typischen Alters- und Verschleißerkrankungen lindert oder gar beseitigt: "Die Behandlungspatienten wurden ganz allgemein lebensnotwendiger, ihre hautfrischer und ihr Gedächtnis besser.

Obwohl damals noch niemand von "freien Radikalen" und "Radikalfängern" gesprochen hat, verwendete die Firma Eslan neben Procain, das auf den einzelnen Menschen zugeschnitten ist, auch Mineralien wie z. B. Selen y Zn. oder die Vitamin A, C und B. in gewissen Dosen, um vorzeitiges Altern und Verschleiß zu verhindern. Im Jahr 1956 stellte sie ihre Erkenntnisse auf dem Karlsruhe Therapy Congress als "Eine neue Methodik zur Prävention und Therapie des Alters mit der Novocain(procain)-Substanz H3 - hutropische und regenerierende Wirkung" vor.

Nachdem ihr Entwurf auf große Kritik und Zurückweisung gestoßen war, untersuchte sie nun konkret den Einfluß von Procain auf frühzeitige Altersprozesse und die daraus resultierenden degenerativen Änderungen. Auch heute noch sind die exakten Wirkungsmechanismen von Procain nicht ersichtlich. Noch vor wenigen Jahren wurde Procain als Akutbehandlung bei Herzflimmern und Herzflimmern verwendet, weil es die Herzfrequenz verringern, die Herzaktivität festigen und den Puls senken kann.

Darüber hinaus werden entzündliche Prozesse gehemmt, die Gewebemembranen gefestigt und eine anziehende Funktion (Chemotaxis) auf Verteidigungszellen ausgeübt. Von besonderer Bedeutung ist die antioxidative Wirksamkeit, die die Alterung der Zelle hinauszögert, die auch in der Transportmedizin zum Einsatz kommt, wo die Spenderorgane mit Prokainlösung ("Eppendorf-Lösung") "konserviert" werden. Bereits vor einigen Jahren haben Forscher des Italienischen Forschungsrates gezeigt, dass Procain aufgrund seiner Zellschutzwirkung dazu verwendet werden kann, gesunde Körperzellen in der Krebsbehandlung mit Cisplatin zu schützen, um die Dosierung des chemotherapeutischen Mittels um 200 bis 300 Prozentpunkte zu steigern.

Die Forschungsergebnisse des Spanischen Nationalen Krebszentrums vom September 2003 zeigen, dass Procain das Zellwachstum von humanen Krebszellen unterdrückt. Procain regt wahrscheinlich die Erbsubstanz an, die die Ursache der Zelltod ist. Es bestehen gute Aussichten, dass Procain in naher Zukunft zielgerichtet als Krebstherapie eingesetzt wird. Vor kurzem hat eine Gruppe von Forschern der Charité Berlin (Krause et al.) zwei weitere antiinflammatorische Effekte von Procain entdeckt: Es verhindert die Eigenproduktion von Interleukin-6 (IL-6) und C-reaktivem Protein (CRP) im Körper.

Procaine - möglicherweise eine vorbeugende Maßnahme gegen Infarkte?

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