Procain Heilpraktiker

Heilpraktiker Procaine

Die Heilpraktikerin unterbricht den "Teufelskreis", indem sie "Procain" sanft direkt in das schmerzauslösende Körpersegment injiziert. Mit der Neuraltherapie I Procain werden Schmerzen, Verspannungen, Krankheiten und Durchblutungsstörungen langfristig erfolgreich behandelt. Lange Zeit galt Procain als die klassische Neuraltherapie.

Nur Lokalanästhetika Rezept - Verein Unabhängiger Heilpraktiker e.V. (Verband der selbständigen Heilpraktiker)

Auf der Grundlage von 48 Abs. 2 und 3 des Heilmittelgesetzes (Fassung vom 12. Dezember 2005) hat das Gesundheitsministerium mit Einwilligung des Bundesrats eine Vorschrift zur Neuregelung der Verordnungspflicht von Medikamenten verabschiedet. Der Erlass vom 21.12.2005 wurde am 28.12.2005 im BGBl. publiziert (Seiten 3632-3660) und tritt am 1.1.2006 mit Art. 1 in Geltung.

In Art. 1 ist die Arzneimittel-Verschreibungsverordnung (AMVV) festgelegt. Die AMVV wird wie Art. 2 in gleicher Weise angepasst und ändert den Anhang der rezeptpflichtigen Stoffe. Verschreibungspflichtig sind eine Vielzahl von Medikamenten, z.B. die Wirkstoffgruppe der lokalen Anästhesie zur Parenteralia - mit Ausnahme von Lidocain und Procain ohne Zugabe von weiteren Wirkstoffen in einer Konzentration von bis zu 2% zur intrakutanen Verwendung an gesunder bis zu 2%.

Die Bestimmungen des Artikels 2 treten am 1. April 2006 in Kraft. Das heißt für den Heilpraktiker, dass er ab dem 1.4.2006 nur noch Procain und Lidocain bis zu einer Gesamtkonzentration von 2% und nur in der intrakutanen Applikation einsetzen darf. Die subkutane, intramuskuläre oder andere Applikation von Procain und Lidocain ist daher rezeptpflichtig und darf nur von einem Facharzt vorgenommen werden.

Die übrigen lokalen Betäubungsmittel mit Ausnahme von Procain und Lidocain sind nur auf Rezept für alle Anwendungsbereiche erhältlich. Die Erläuterung zum Rezept lautet unter anderem: "Lokalanästhetika zur Spritze werden für die extravaskuläre Infiltrationsnarkose, die intravenöse Lokalanästhesie und die Zentrallinienanästhesie (z.B. Epiduralanästhesie) verwendet. Darüber hinaus werden in der Neurotherapie von Medizinern und Heilmedizinern lokale Anästhetika verwendet.

Der Einsatz von Lokalanästhetika ist mit beträchtlichen Gefahren immens. Die Datenbasis des BfArM enthält 627 Fallbeispiele zu unerwünschten Arzneimitteln (ohne Topika- oder Wirbelsäulenanwendung), davon 37 Tode, von denen die meisten mit Herz-Kreislauf- und CNS-Toxizitätswirkungen sowie antibiotischen bzw. schwerwiegenden Hautsymptomen einhergehen. Über Nebenwirkungen im Zusammenhang mit neuraltherapeutischen Therapien gibt es mehrere veröffentlichte Fallbeispiele, vor allem in Gestalt von Nervenschäden, aber auch einen subarachnoiden Blutungen mit falscher Einspritzung in die Tonsillenpharyngea.

Die intravaskuläre Einspritzung kann auch mit der richtigen Einspritztechnik nicht mit Gewissheit ausgeschlossen werden, und da vor allem die Therapie von schweren kardialen und zNS-toxischen Erkrankungen medizinische Fachkenntnisse voraussetzt, ist die Grundverordnung von zur Einspritzung zugelassenen Lokalanästhetika angemessen. Nach Abstimmung des Fachausschusses gilt es daher nur als akzeptabel, Procain und Lidocain in einer Konzentration von bis zu 2 % rezeptfrei zur intrakutanen Verwendung auf gesunder Außenhaut ohne weitere medizinische Bestanteile zu belassen.

Dies würde es auch dem Heilpraktiker ermöglichen, die in der Neurotherapie verwendeten "Bienenstöcke" weiter zu nutzen. "Die Verschreibung, mit Ausnahmen von der intrakutanen Verwendung, stellt für den Heilpraktiker eine deutliche Beeinträchtigung seiner Therapiemöglichkeiten dar. In Briefen und Diskussionen mit dem BfArM, dem Bundesgesundheitsministerium (BMG), Mitgliedern des Bundestages und Bundesratsvertretern hat unser Verein den Versuch unternommen, Lokalanästhetika aus der Regelung zu streichen.

Damit müssen die dt. Heilpraktiker zunächst mit dieser wesentlichen Beschränkung ihrer Behandlungsfreiheit auskommen. Auch in Zukunft werden wir uns bemühen, alle möglichen Wege zu finden, um die Regulierung zu verändern oder andere Wege der örtlichen Betäubung zu beschreiten.

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