Procain iv Wirkung

Aufgussbehandlung

Ein gesunder Organismus besteht aus Vollblut, Geweben, Lymphe, Speichel und Gehirnflüssigkeit, und die meisten Gewebe des Körpers sind weder normal noch säurehaltig, sondern leicht alkalisch. Unter diesen (normalen) Verhältnissen liegt der so genannte pH-Wert bei 7,4, wodurch biochemische Vorgänge optimal ablaufen können. Von dieser Regelung gibt es auch bei gesunder Bevölkerung eine Ausnahme, nämlich die regionalen Besonderheiten: Die Körperdrüsen haben einen noch alkalischeren pH-Wert (z.B. Pankreas-pH-Wert 8,5).

Andererseits wird im Bauchraum, der verdauungsfördernd und als Barriere gegen Krankheitserreger wirkt, Salzsäure im Bauch gebildet (pH-Wert 1). Obwohl der Körper in der Regel sehr gut in der Situation ist, mit Hilfe so genannter Buffersysteme ( „Puffersysteme“) rasch SÃ??uren aus dem Labor zu gewinnen (bei physischen Verbrennungsprozessen), ist diese funktion gestört, wenn die SÃ?ure in der mikrobiologischen Umgebung von kreislaufgestörtem, krebsverÃ?ndertem oder stark entzÃ?ndertem Geschehen entsteht: Es kommt zu einer Ã?bersÃ?uerung des Gewebes mit der fÃ?r Schmerzen und Behinderung der Reparaturprozesse.

OBJEKT: Procain-Basentherapie – Heft 5/2013

Die Procainbasistherapie wurde in den 90er Jahren von den Autorinnen und Autoren dieses Beitrags aufgesetzt. Diese 1997 unter dem Namen Procain-Baseninfusion (Infusionsneuraltherapie) veröffentlichte Technik hat sich mittlerweile zu einer Standardmethode zur Schmerz- und Infektionshemmung etabliert und hat weitere Wirkungen wie Vasodilatation, Sympathicolyse, Antioxidans, Antirheumatika und fettlösende Wirkungen bis hin zur Immunschwäche- und Krebseindämmung.

Noch vor wenigen Jahren war es möglich, Procain als festen (Salz) zu produzieren, der aufgrund seiner hydrophilen und hydrophoben Wirkung über die Ober- und Unterseite der Schleimhaut aufgenommen werden kann und der auch als parenteral verabreichte Substanz mit verbesserter aktiver Wirkung gegenüber Procainbasisinfusionen vorteilhaft ist. Procain wurde bereits vor über 100 Jahren als Lokalanästhetikum (Novocain, 1898, zuvor aus Agaven hergestellt) synthetisiert und ist durch eine Addition pharmakologischer Effekte gekennzeichnet, weshalb Prof. Ana Aslan, die Gründerin der Therapie gleichen Namens (Procain-Revitalisierungstherapie), sie auch als „königliches Medikament“ bezeichnete.

Auch Glusa et al.[2] konnten im Körpermodell für die in Infusionen häufig verwendete Procain-Basen-Mischung eine Kapillardilatation vorfinden. Zu den weiteren Vorteilen gehören eine gute Kontrollierbarkeit und geringe Giftigkeit durch geringe Halbwertszeiten und den Abbau von Serum, sauerstoffsparende und kapillarabdichtende Wirkung[3], entzündungshemmende Wirkung[4, 5, 6], antioxidative und lipidsenkende Wirkung[7-9].

Bei den von Krause[6] gezeigten entzündungshemmenden Wirkungen von Procain bei Rheumaerkrankungen zeigte sich die Hochpotenz insbesondere in Verbindung mit einem Basiszusatz. Der Effekt an der Zellmembran und in der Basissubstanz ist bekannt[10, 11] und wird kontinuierlich untersucht[12-14]. Auch die Applikation im schmerzhaften Bereich als Aufguss wurde mehrmals veröffentlicht[15-19].

2003 wurde die wachstumshemmende Wirkung von Procain auf humane Tumorzellen in vitro von einer spanischstämmigen Forschungsgruppe endgültig beschrieben[20]. Procain ist in der neuronalen Therapie von Hünken für die Herden-, Molch- und Segment-Behandlung als das Mittel der ersten Wahl bekannt. Für uns war die Procaininfusion 1994 die konsequente Folge der Verwendung von höheren Dosierungen mit systemischem Ziel (siehe Abb. 1).

Die Zugabe von Natriumbikarbonat zur Verlängerung der Wirkung von hohen Procaindosen war notwendig, um die Körperhomöostase zu erhalten. Im Jahr 1997 veröffentlichten Reuter und Oettmeier[16] ihre ersten Experimente mit der neuen Behandlung (Infusions-Neuraltherapie) und im Jahr 1999 die Erkenntnisse aus hochdosierten Procain-Basenanwendungen[18]. Mittlerweile ist die Procain-Base-Infusion (PBI) weit verbreiteten (Googles Suche nach „Procain-Base-Infusion“ lieferte etwa 8,5 Millionen Ergebnisse).

Dies führte zur Entwicklung der Procain-Basistherapie mit der Fortentwicklung eines Clusersalzes (ProcCluster®) für die orale, dermale und parenterale Applikation; die gewonnenen Erkenntnisse wurden auch in Fachvorträgen und Publikationen zur Verfügunggestellt. Einem Jenaer Forschungslabor ist es nun geglückt, Procain als Festkörper so zu synthesieren, dass es aufgrund seiner hydrophilen und hydrophoben Wirkung sowohl über die Schleimhaut als auch über die Oberhaut aufgenommen werden kann und darüber hinaus eine Verbesserung der aktiven Wirkung gegenüber der ursprünglichen Flüssigform hat.

Dadurch ist es möglich, langfristig zu behandelnde und schmerzhafte und entzündliche Fälle systematisch mit Procain zu unterdrücken. Die Gegenüberstellung von ProcCluster®-Therapie und PBI hat einige positive und innovative Effekte wie z. B. eine stärkere Wirkung und Langzeitwirkung ergeben (siehe Abb. 2). Seit drei Jahren ist der vom Entwicklungs- und Produktionsunternehmen nach GMP-Richtlinien produzierte aktive Inhaltsstoff in ganz Deutschland als verschreibungspflichtiges Arzneimittel in der Apotheke erhältlich (Kapseln, Tabs, Salben).

Neuerdings kann der Aktivstoff auch parenterale als Spritze und Aufguss im Zuge der Eigenproduktion von Medikamenten nach AMG 13 Abs. 2b in einem GMP-konformen Prüflabor hergestellt werden. Bislang war die originale Procain-Base-Infusionstherapie nur auf Empfehlung eines behandelnden Arztes für die Behandlung von Patientinnen und Patienten durchführbar. In einer multizentrischen Beobachtungsstudie in 36 Praxen wurde eine 85%ige Wirkung auf den Schmerzzustand, eine Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens um 81% und eine Langzeitwirkung (über einen Zeitraum von mind. sechs Monaten) von 68% bei der Bewertung von 208 Pat….

Der Anwendungsbereich der Procain-Basistherapie kann die Begriffe Schmerz- und Entzündungstherapie, Vitalisierung, „Entsäuerung“ und Stoffwechselstimulation wirkungsvoll unterstützen (siehe Abb. 3). In einer isotonen Natriumchlorid-Trägerlösung werden 100 bis 500 Milligramm konservierungsmittelfreies und i. v. zugelassenes Procain zusammen mit Natriumbikarbonat angereichert. Je nach Schwere des Schmerzes, Schärfe der Symptome und dem Vorliegen einer Überwachungstechnologie werden 0,1 bis 0,5 Gramm Procain verwendet (Abb. 4).

Die simultane Zugabe von Natriumbikarbonat (20 bis 120 ml einer 8,4%igen Lösung) dient dazu, die Wirkung von Procain zu verlängern (Verhinderung einer vorzeitigen Abspaltung mit anschließendem Serumabbau ) und die oft beobachtete pH-Senkung in der Zellenmikroumgebung zu reduzieren. Dadurch können deutlich erhöhte Umfangsüberflutungsraten von effektivem Procain erzielt werden (siehe Abb. 2).

Auf diese Weise kann der Effekt beibehalten und bei Bedarf das Therapieintervall zwischen Neuraltherapie oder Infusionssitzung verlängert werden. Als Alternative zum Oralpräparat steht die ProcCluster®-Salbe bei Oberflächenschmerzen und entzündlichen Zuständen (z.B. Herpes zoster, Verätzungen, Frostbeulen, Zahnfleischprobleme, Enthesiopathie, etc.) zur Verfügung. Mit mehr als 110000 Applikationen der Infusionsneurotherapie nach dem oben beschriebenen Verfahren in unserer eigenen Arztpraxis und Poliklinik haben wir die Begleiterscheinungen der Therapie präzise dokumentiert.

Bei einer Meta-Analyse der Monitoring-Daten von wichtigen Lebensfunktionen in 5698 Procain-Base-Infusionen von uns konnte das niedrige Anwendungsrisiko nachgewiesen werden. In den meisten Fällen wurden Procain (100 bis 300 mg) und Natriumhydrogenkarbonat (8,4%, 40 bis 80 ml) in mittelgroßen Dosierungsbereichen eingesetzt. Die Durchschnittswerte Herzrasen und Blutdrucksteigerung erweisen sich bei erhöhten Dosen von Procain über 500 Milligramm und vor allem von Natriumhydrogenkarbonat (8,4% über 100 ml) als nur als sehr geringfügig.

In der Regel ließen diese Auswirkungen innerhalb weniger Augenblicke nach, vor allem durch eine Reduzierung der Aufwandmenge. Die Überwachungstechnologie ist für Dosen über 300 Milligramm Procain nützlich. Bei der Anwendung von ProzCluster® wurden in einigen wenigen FÃ?llen Magen-Darm-Beschwerden wie Ã?belkeit, Bauchschmerzen, Darmkrampen und durchfÃ??lligen Erkrankungen des Verdauungssystems diagnostiziert. In der folgenden Präsentation einiger Fallbeispiele wird das Potential der Systemischen Procain-Therapie durch Procain-Base-Infusion (PBI) und ProcCluster®-Anwendungen veranschaulicht:

  • Der 72-jährige Pflegebedürftige, beidseitige trigeminale Neuralgie, Parkinson-Krankheit, VAS 8-10 (Schmerzskala) wurde behandelt; seit zwei Jahren durch oral einzunehmende ProzCluster® auf VAS 5, für drei Monate zusätzliche Injektionen und Infusionen abwechselnd alle zweiwöchentlich, dadurch weitere Reduzierung der Schmerzzustände auf unter VAS in den Bereich unterhalb VAS 8. – Geduldiger, 67 Jahre, Multitrauma durch Autounfall, Knie-Totalendoprothese (TEP), jahrelange andauernde Beschwerden, insbesondere bei chronischen Infektionen, Opiatbedarf, örtliche Versickerung mit PROCluster® 2% im TEP-Bereich, 14 Tage lang schmerzfrei.
  • Patient, 73 Jahre, mit chronischem Schmerzzusatz, Fasermyalgie, schmerzstillender Nichtansprechpartner, bisher nur Procainhydrochlorid, das für einen Tag oder eine Stunde mit i.m. Injektion beruhigt. Beginnen Sie mit den Infusionen von ProcCluster®, spüren Sie ein prickelndes Gefühl und eine kräftige Blutzirkulation, Schmerzreduktion für eine ganze Weile um 50%. Muskelschwund, verminderte Lauffähigkeit, allgemeiner Gliederschmerz, gute Reaktion auf Procain-Base-Infusion (PBI) im Vorhinein, gute Stimmung für sechs Wochen mit 1 Ampulle PropcCluster® (60 mg) pro Tag und keine Spitzen.
  • Patientin, 53 Jahre alt, metastasiertes Brustkarzinom, Knochenkarzinom, PBI und anschließende Weiterverwendung des ProcClusters im Zuge eines biokomplementären Gesamtkonzepts, erreichte vollständige Schmerzarmut, generell bessere Kondition, signifikant erhöhte Geschwulstmarker bleiben erhalten, Kurs bisher über zehn Kalendermonate hinweg konstant. – Patient, vor allem bei schwerer Polyarthritis, chronischen Schmerzen am Handgelenk, den Basalfingergelenken und dem rechten Sprunggelenk, Ausgangswert: CRP = 54,4 (N
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