Psychosomatik

PsSomatik

Welche sind psychosomatischen Krankheiten? Die Psychosomatik ist ein Ansatz für den Umgang mit Mensch und Tier in der Heilkunde, der den Menschen als eine einmalige geistige, emotionale, soziale und körperliche Verbindung auffasst. In Gegenwart körperlicher Erkrankungen wird die Betrachtung geistiger, geistiger und sozialer Aspekte zum besseren VerstÃ?ndnis der Krankheitsentstehung und -heilung hervorgehoben(1) und geht von einem Modell biopsychosozialer Erkrankungen aus(2) bei der Entwicklung und Erhaltung von Erkrankungen.

Somit werden Krankheiten und Krankheiten nicht als zwei verschiedene ZustÃ??nde betrachtet, sondern befinden sich in einem engen dynamischen Zusammenspiel miteinander. Die Psychosomatik ist daher eine medizinisch-psychologische Krankheitsdoktrin, die bei der Entwicklung und Behandlung von körperlichem Leid großen Wert auf psychologische Prozesse und psychosoziale Einflüsse legt und auch physische Einflussfaktoren für die Entwicklung von seelischen Erkrankungen gemeinsam verantwortlich macht.

Welche sind Psychosomatik? Seit vielen Jahren werden Psychosomatikkrankheiten als physische (somatische) Störungen und Leiden begriffen, die durch psychischen und psychosozialen Stress verursacht, intensiviert oder erhalten werden. Sie wurden als Äußerung einer einzelnen konflikt- oder traumatischen situationsbedingten Verarbeitung von Erfahrungen angesehen, bei der sich die entstandenen Empfindungen wie Angst, Wut oder Ohnmacht in physischen ZustÃ?

Laut Freud war es gar möglich, aus dem physischen Unbehagen die zugrunde liegenden psychologischen Auseinandersetzungen abzuleiten, wie man in der Lehre von der "Umwandlungsstörung" lesen kann. Heutzutage ist dieser Zugang der Psychosomatik jedoch durchaus von Kritik geprägt: Es ist mit der EinfÃ??hrung des Modells der bio-psychosozialen Krankheit, das sowohl auf Organerkrankungen als auch auf Geisteskrankheiten zurÃ??ckgreift, nicht mehr möglich, zwischen Psychosomatik und reinen Geistes- oder somatischen Erkrankungsformen zu unterscheiden und auch nicht mehr zwischen Psychiatrie und Ps...

Dabei hat sich gezeigt, dass sowohl die Körperpsyche einen Einfluß auf körperliche Krankheiten hat als auch der Körperzustand auch psychologische Beeinträchtigungen. In der Psychosomatik gibt es zurzeit zwei verschiedene Ansätze: eine empirisch-wissenschaftliche Sichtweise, die dem Konzept der Behavioral Medicine weitgehend entspricht(3). Aus empirisch-wissenschaftlicher Sicht sind Gesundung und Erkrankung keine zwei getrennten Begrifflichkeiten, sondern ein eng zusammenwirkendes Ganzes.

So steht die Psychosomatik heute als ein Begriff aus einer gesamtpsychologischen Sicht und wird durch das entsprechende Krankheitsbild wiedergegeben. Beratungs- und Verbindungspsychiatrie ist die Ko-Behandlung von Patientinnen und Patientinnen auf allgemeinen (nicht-psychiatrischen) Stationsstellen eines Hauses durch einen Spezialisten für Physik und Physiotherapie, während in der Verbindungspsychiatrie ein Außenpsychiater am Heilungsverlauf eines Patientinnen und Patientinnen beteiligt ist, die Verbindungspsychiatrie ist eine transdisziplinäre Kooperation innerhalb eines Betreuungsteams verschiedener Ärzte, darunter ein Spezialist für Diathomatik und Physiotherapie.

Auf dem Gebiet der KL-Psychiatrie wird der Terminus bei ständigen und formalen Kontakten (Teilnahme an Besuchen, Berichten oder Sondergesprächen) sowie bei intensiveren informellen Kontakten zwischen PsychiaterInnen und somatischen ÄrztInnen verwandt. Die gemeinsame Anstrengung und der intensive Austausch zielen auf das frühe Erfassen von möglichen psychischen Störungen und damit auf die Steigerung des Therapieergebnisses und der Effizienz ab.

Umfassende länderübergreifende Untersuchungen zeigen, dass etwa jeder dritte in Körperkliniken betreute Kranke neben einer physischen Erkrankung auch eine psychisch oder psychiatrisch wertvolle Erkrankung hat (4), die durch die Verknüpfung der Fachbereiche immer öfter anerkannt wird. Der Psychiater KL unterhält sich mit dem Kranken, berÃ?t die Behandlungsteams und unterstÃ?tzt sie bei der Suche nach einer geeigneten psychisch-psychologischen und therapeutischen Nachsorge fÃ?r den Betroffenen.

Zu den wichtigsten Bereichen der KL-Psychiatrie gehören heute die Psychoonkologie, die fachübergreifende Schmerztherapie sowie die Schlaf- und Fruchtbarkeitsmedizin. KL-Psychiatrie beschäftigt sich zum einen mit physisch kranken Menschen, die zusätzlich psychiatrische / psychosoziale Probleme erlebt haben, und zum anderen mit physisch kranken Menschen, die von psychiatrischer / psychotherapeutischer Unterstützung profitiert haben. Die Psychosomatik existiert seit weniger als 100 Jahren als eigenständiges Fachgebiet.

Von 1920 bis 1960 steht die psychopsychologische Fragestellung der psychogenetischen Entwicklung von physischen Krankheiten im Mittelpunkt5. Seit den 1950er Jahren konnte sich die Psychosomatik durch die Einrichtung diverser Beratungszentren in Deutschland immer mehr durchsetzen und es entstanden neue Vorstellungen über die Wechselwirkung zwischen Organismus und Cyberspace. Der amerikanische Internist George L. Engel entwickelte in den 60er Jahren das Bio-Psycho-Sozial-Modell(4), das die komplexe psychische und physische Interaktion des Einzelnen in seinem gesellschaftlichen Milieu beschreibt.

Mit Hilfe des in diesem Zusammenhang erarbeiteten Stressmodells konnten Zusammenhänge zwischen der individuellen Signifikanz von Stress und den sich physikalisch und psychologisch äußernden Stress-reaktionen festgestellt werden. Ausgehend von der Fragestellung, was den Menschen vor Ärger bewahrt, wurden Forschungsprojekte im Themenbereich Stressresistenz und Gesundheitsentwicklung (Salutogenese)(6) durchgeführt, die sich mit den derzeitigen Problemen der gesundheitsförderlichen Wirkung des Menschen und der Krankheitsprävention befassen.

Die Psychosomatik ist seit der Etablierung der Psychosomatik in der Approbationsverordnung für Mediziner im Jahr 1970 und der Vorstellung des "Arztes für Physiotherapeutische Medizin" im Jahr 1992 ein obligatorischer Baustein der ärztlichen Aus- und Fortbildung in Deutschland. Der Spezialist wurde 2003 in "Spezialist für Psychosomatik und Psychotherapie" umfirmiert und beinhaltet nach der Musterausbildungsordnung der Bundesärztekammer "Anerkennung, medikamentöse Therapie, Vorbeugung und Rehabilitierung von Erkrankungen und Leiden, deren Ursache wesentlich von psychosozialen und psyche ologischen Einflüssen und den daraus resultierenden physischen und psychischen Interaktionen beeinflusst ist.

"Psychosomatische Krankheiten werden in Deutschland neben Spezialisten in der Privatpraxis vor allem in den Bereichen psychosomatische Akutkrankenhäuser und psychosomatische Rehakliniken aufbereitet. Psychosomatische Anlagen behandeln vor allem Patientinnen und Patientinnen mit Depression, Ernährungsstörungen, Angststörung, Zwangsstörungen, systemischen Beschwerden, Posttraumatismus und Persöhnlichkeitsstörungen. Die Behavioralmedizin ist eine in den 1970er Jahren erstmals entwickelte Querschnittswissenschaft, die psychologische, gesellschaftliche und biologisch bedingte Einflüsse bei der Entwicklung von Krankheiten und gesundheitlichen Problemen einbezieht.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Einbeziehung von Verhaltensverfahren in die Therapie von körperlichen Erkrankung. Andere Organerkrankungen, die auf die Verhaltens-Medizin reagieren, sind Frauenkrankheiten, Krebs, Ohrgeräusche, Zuckerkrankheit, Atemwegserkrankungen und Fettleibigkeit. Damit repräsentiert die Verhaltens-Medizin die jüngste psychosomatische Entwicklungsstufe und macht aus ihrer Sicht die Aufteilung in psychosomatische und nicht-psychosomatische zu Gunsten einer Synergien von Gesund ung und Ungleich. 2).

Diefenbacher A. (Hrsg.) (2003) Klinische Psychiatrie: Beratende Sozialpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie: (4) Dierolt V. (2003).

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