Raval

Rave

Der Stadtteil El Raval[?? r???

a?] ist ein Stadtteil von Barcelona und gehört zum Stadtteil Ciutat Vella (katalanisch für Altstadt). Raval kommt vom arabischen Rabad, was Nachbarschaft oder Viertel bedeutet. Als das gotische Viertel der touristische Star am Himmel Barcelonas ist, führt El Raval ein leichtes Schattendasein am Rande. Der Reiseführer mit Tipps und Informationen zu allem, was die Raval zu bieten hat. Mit dem Barcelona Bus Turístic können Sie den Raval auf eigene Faust entdecken.

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Das Raval [?? r???a?] ist ein Bezirk von Barcelona und zählt zum Bezirk Ciutat Vella (katalanisch für Altstadt). Jh. wurde El Raval gegründet und ist mit 42.900 Einwohner pro Quadratkilometer[1] einer der am stärksten bevölkerten Bezirke Barcelonas. El Raval war lange Zeit ein armes Viertel mit seinen schmalen Fabrikgebäuden und schlichten Mehrfamilienhäusern aus der Zeit der Industrialisierung.

Eine umfassende Modernisierung seit der Mitte der 80er Jahre zur Vorbereitung für die Austragung der Winterspiele 1992 hat zu einer deutlichen Steigerung der Wohnqualität in vielen Gebieten von El Raval geführt, allerdings mit zunehmender Aufwertung. Aufgrund seines großen Anteils an Migranten wird El Raval als der multikulturellste Teil der Stadt angesehen - etwa 50% der Stadtbevölkerung kommen aus rund 140 Völkern.

Die katalanischsprachige Bezeichnung raval geht auf Hispano-Arabisch zurück und bezeichnet Vororte oder Vororte, meistens außerhalb der Stadtbefestigung. 2] Das englische Sprichwort gibt es in der Männer- (el raval), aber auch in der Frauenform (la raval; Balearendialekt: sa raval). Im Bezirk Barcelona wird jedoch immer die Männerform benutzt.

Der Begriff wird allgemein im Sinn von Vorstadt, aber auch - wie im Fall von Barcelonas El Raval - als eigenständiger Name gebräuchlich sein. Sein Lauf basierte weitgehend auf bestehenden Wegen aus der Römerzeit [3] und führte entlang der jetzigen Strassen Avinguda del Paral-lel, Ronda de Sant Pau, Ronda de Sant Antoni, Carrer de Pelai.

Raval wird im Ostteil von der Ramblas eingefasst, durch die auch eine Mauer verläuft. Ausserhalb des Festungsringes befindet sich die künstlich angelegte Insel Moll de Barcelona, die im äussersten Sýdosten des Landes ins Wasser aufsteigt. El Raval war bis zum Ende des Mittelalters fast unbesiedelt und wurde hauptsächlich für die Landwirtschaft verwendet. Aus der Römerzeit kamen drei Strassen, die Barcelona mit den umgebenden Städten verbanden:

Ein Weg nach Sárrià ( "Carrer dels Tallers"), ein Weg nach Laobregat ("Carrer de l'Hospital") und ein Weg nach Montjuïc ("Carrer de Sant Pau"). Bis zur Gründung gab es nur wenige einschlägige Gebäude: Monestir Sant Pau del Camp (Katalanisch für das Pauluskloster auf dem Feld): Es wurde 1117 gebaut; ein Vorgängergebäude soll bereits im X. Jh. bestanden haben, außerdem ein kleines Dörfchen, das unmittelbar mit dem Stift verbunden war.

Errichtet ab 1280, beherbergt es heute das Maritime Museum. Konvent de la Mare de Déu del Carmel: 1291 vom Karmeliterorden errichtet, 1835 in Flammen aufgegangen, 1874 zerstört, an der Karrer del Carme/Carrer del Angels.

Privileg von Santa Maria de Natzaret (Katalanisch für das Frauenkloster von Nazareth): Gebaut ab 1311, nur das kleine Tor im jetzigen Passo de Sant Bernat ist noch vorhanden - als Eingang zur Carrer de la Verge. 1357 rief der Consell de Cent (eine Form des mittelalterlichen Stadtparlaments) Peter den Zeremonienmeister (König von Barcelona und Graf von Aragon) auf, die Stadtmauern zu modernisieren, um sich besser vor feindlichen Angriffen zu verteidigen.

Im Jahre 1360 begann man mit den Baumaßnahmen - das städtische Gebiet Barcelonas wurde dann auf das verhältnismäßig kleine Gebiet beschränkt, das heute als Barri Gòtic bekannt ist. In Südwestdeutschland (weit außerhalb der ehemaligen Stadtmauer an der Rambla) wurde eine zusätzliche Verteidigungsmauer errichtet. Jedoch wurde die vorhandene Südwestwand an der Ramblas beibehalten und erneuert.

Die 110 ha große Fläche zwischen der alten und der neuen Südwestmauer wurde eingegliedert und heißt El Raval. Damit hat sich das Ballungsgebiet von Barcelona um rund 70 Prozentpunkte vergrößert. Die Raval besteht nach wie vor hauptsächlich aus Ackerland. Zudem sollten die Spitäler in Barcelona nach El Raval verlegt werden. Der ursprünglich vorgesehene Plan, El Raval weitestgehend unerschlossen zu belassen, wurde in den darauffolgenden Jahrzehnten, insbesondere in der nördlichen Hälfte des neuen Bezirks, kaum eingehalten:

Vor allem im Rahmen der Konterreformation nach dem Rat von Trient wurde El Raval ab der zweiten Jahreshälfte des XVI. zur Tierra de Conventos (spanisch für Klosterwelt). Ihre Wichtigkeit wurde zum Beispiel am Ende des Spanien-Erbfolgekriegs 1713/1714 deutlich, als Barcelona 14 Monaten lang von Spaniern und Franzosen bedrängt wurde und zwingend auf seine autonome Nahrungsmittelversorgung angewiesen war.

Bei den Aufständen im Jahr 1835 wurden die meisten Kloster in Barcelona (und damit auch in El Raval) in Flammen aufgegangen (katalanisch: Bullangues). Bestehende Klostergebäude (Auswahl): Hospital de la Santa Creu (Katalanisch für Hospital of the Holy Cross): 1401 gebaut, war es mehr als 500 Jahre lang das zentrale Hospital von Barcelona, heute ist es Sitz der katalonischen Zentralbibliothek und des Instituts für katalan....

Konvent de la Mare de Déu dels Angels (Katalanisch für Marienkloster der Engel): Zwischen 1562 und 1566 im Spätgotikstil vom Dominikanerorden errichtet, heute Sitz der privaten Kunstschule Foment de les Arts i del Disseny (FAD), wird die Stiftkapelle vom angrenzenden Kunstmuseum (MACBA) als Ausstellungsraum benutzt.

Klosterkirche Santa Mònica (Katalanisch für Sankt Monica): 1636 vom Augustinerorden errichtet, befindet sich heute das Stadtkunstzentrum Centre d'Art Santa Mònica. Die Església de la Mare de Déu de Betlem (Katalanisch für die Muttergotteskirche von Bethlehem): Sie wurde zwischen 1680 und 1732 von den Juden gebaut und gilt als die hübscheste Barockkirche Barcelonas, aber ihr barockes Interieur wurde 1936 vernichtet und wird noch heute als ein Gotteshaus benutzt.

Monestir de Santa Maria de Jerusalem (Katalanisch für Katholisches Marienkloster von Jerusalem): 1453 gebaut, 1868 abgebrochen, an der Plaza de la Gardunya gelegen, sind nur noch wenige Ruinen ersichtlich. Konvent de Sant Josep (katalanisch für: Franziskanerkloster ): 1586 vom Karmeliterorden Barfeet (in Barcelona bekannt als Els Josepets - das Katalanische für die Josefinen) errichtet, 1835 in Brand gesetzt und erobert. Seit 1840 steht die Markthalle Boqueria auf dem gleichen Gelände.

Col-legi de Sant Vinzez i Sant Ramon (Katalanisch für die Schulen von Saint Vinzez und Saint Raimund): Wird seit 1758 als religiöse Einrichtung der Domänen benutzt, die 1835 verbrannt und ausgeplündert wurde, und die sich unmittelbar an der jetzigen Festung liegt. Lange Zeit bildeten die Stadtmauern entlang der Ramblas eine militärische Begrenzung zwischen El Raval und dem übrigen Teil der Stadt.

Mit dem Abbruch dieser Stadtmauer beginnt die Umwandlung der Ramblas in einen Flaniermeile und die allmähliche Verstädterung von El Raval. Die ersten einschlägigen weltlichen Gebäude in El Raval wurden ab 1704 nur noch unmittelbar an der Ramblas gebaut, zum Beispiel: Palau de la Virreina (katalanisch für Vizekönigspalast): 1772-1778 errichtet; wird als Barcelonas schönstes barockes weltliches Gebäude angesehen und beheimatet heute die Schau Els gegants de la Ciutat (katalanisch für die Stadtgiganten).

Die Caserna de les Drassanes (katalanisch für Kasernen auf den Werften): 1792 gebaut, 1935 vernichtet; war für beinahe 150 Jahre die Hauptmilitärbasis im Stadtzentrum. Jahrhunderts und dem damit einhergehenden rasanten Bevölkerungszuwachs in Barcelona erlebte El Raval einen Aufschwung. In wenigen Jahrzehnten entstanden zahllose Strassen und Alleen, es entstanden Betriebe, Fabrikhallen und Häuser wie aus Pilzen - die Gebäudedichte war bald so hoch wie in Barri Gòtic.

Der Raval wurde zu einem Armenviertel und ist es bis heute geblieben. Der Südwesten von El Raval war auch bekannt als Barri Xino oder Barri Xinès (katalanisch für "China Viertel", "Chinesisches Viertel"). 4 ] Der Barri Xino reicht von der Krankenstation des Krankenhauses in Fahrtrichtung des Hafens bis zur Pforte von Santa Madrona.

Mit der Entwicklung von El Raval mit Fabrikgebäuden und Mietshäusern ab ca. zur Hälfte des neunzehnten Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet rasch zu einem Vergnügungs- und Rotlichtbezirk. Der Barri Xino war gekennzeichnet durch unzählige billige Tauchgänge, Nachtclubs, Bordelle und Strassenprostitution. Der Paral-lel wird noch heute von Fremdenführern als "Broadway von Barcelona" gelobt.

Der Moll de Barcelona (einer von vielen Anlegestellen) ist der einzigste Teil von El Raval, der nicht in der Festung des Mittelalters liegt. Oben auf dem Pier liegt das World Trade Center Barcelona (WTCB) - ein moderner Kongresspalast, in dem auch das 5-Sterne-Hotel Grand Marina von Eurostar liegt. Außerdem steht am Pier der 107 m hohe Stahlmast Torre Jaume I als Träger für die Hafenbahn von Barcelona.

Vor allem der Barri Xino wurde wegen Drogendelikten, herumstreunenden Drogenjunkies, Zuhältern und Open-Street-Prostitution als gewaltsam und bedrohlich eingestuft. Bis in die 1980er Jahre waren große Gebiete von El Raval für den Tourismus unzugänglich. Nach der Olympiade wurde die Erneuerung fortgesetzt: 1995 wurde das nachmoderne Gebäude des Museum für Neue Künste (MACBA) im nördlichen Teil von El Raval eröffnet, das angrenzende Casa de la Caritat wurde renoviert und ist heute Sitz des Centre for Contemporary Culture (CCCB).

Am auffälligsten war der Neubau der Rambla del Raval 1999/2000[6]: Mehr als hundert Häuser wurden abgebrochen, um eine 300 m lange und beinahe 50 m lange Palmenpromenade mitten in El Raval zu errichten. Mit der Erneuerung der Gebäudesubstanz und dem Aufbau von zahlreichen Kunst- und Kultureinrichtungen hat sich El Raval in den vergangenen Jahren wenigstens zum Teil in ein studentisches und trendiges Viertel verwandelt.

Hier haben sich auch Luxus-Hotels wie Barcelona Raval und Casa Camper niedergelassen. Aber auch im südlichen Teil von El Raval (dem Barri Xino) wohnen noch viele Ärmere, oft mit einem überdurchschnittlichen Milieu. Der Raval wird daher als der multikulturellste Stadtbezirk Barcelonas angesehen. Da der Barri Xino unmittelbar an die zentral gelegene und teure Promenade La Rambla angrenzt, interessieren sich seit Beginn des Jahres 2000 Immobilien-Investoren für das Viertel.

Unter anderem wurden dort im September 2014 die Deutschlandfilmtage des Goethe-Instituts Barcelona durchgeführt. Jahrhunderts, leitete einen bedeutenden Treffpunkt für die Anhängerschaft in El Raval, wurde von Mördern an der Schnittstelle Calle de la Cadena / Calle de San Rafael[A 1] in El Raval umgebracht.

Die Enriqueta Martí i Riipollés - angeblicher Serienmörder - soll vor allem in El Raval eine Vielzahl von Kindern verschleppt und umgebracht haben, um aus dem Rückenmark und dem Knochenblut der Betroffenen ein "Wundermittel" herbeizuführen. Nickname: Vampir von Barcelona oder Vampir von El Raval. Er ist ein hervorragender Repräsentant der Rumba Catalana und lebte seine Jugend in einer Roma-Gemeinschaft in El Raval.

Das ist die Straße des Raval / Carrer de Sant Rafael. Springen auf Michi Strausfeld: Barcelona - Ein Mitreisender.

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