Rebalancing

Neugewichtung

Das Rebalancing ist neben der richtigen Auswahl der einzelnen Titel eine der wichtigsten Disziplinen im Portfoliomanagement. mw-headline" id="Siehe_auch">Siehe auch[Edit< class="mw-editsection-divider"> | Edit source code]>/span=> Unter Rebalancing versteht man die Neuzuordnung von Kapitalanlagen zur Wiedererlangung der zu erreichenden Asset Allocation (Asset Allocation). Wird eine Asset Allocation realisiert, so weicht diese aufgrund der unterschiedlichen Performance der jeweiligen Anlagekategorien im Zeitablauf von der Ist-Situation ab. Danach muss die angestrebte Allokation wieder hergestellt werden, indem die Mittel zwischen den Anlagekategorien des Portefeuilles umverteilt werden. Praktisch schwierig sind dabei die angefallenen Transaktionsgebühren und mögliche Steuernachteile (Kursgewinne müssen besteuert werden, Wechselkursverluste können abgezogen werden).

Im Rahmen einer aktiveren Investmentstrategie werden Verschiebungen bei Bekanntwerden neuer öffentlicher Erkenntnisse (ex post z.B. über den Zins oder die Indexzusammensetzung, z.B. DAX) oder bei Verschiebungen der jeweiligen Aktien durch Kurszuwächse (ex post, z.B. 40/60-Strategie) durchgeführt.

Wiederherstellung der strategisch wichtigen Asset Allocation

Auch ohne die aktiven Portfolioveränderungen führen Schwankungen im Bestand der Einzelpositionen zu Änderungen in der Kapitalanlage. Die Portfoliostruktur kann daher im Zeitablauf deutlich von der ursprünglichen definierten Investitionsstruktur, der strateg. Es ist Zeit für eine Neuausrichtung des Portfolios. Deutlich aufgewertete Bestände werden proportional veräußert und wertgeminderte Bestände gekauft.

Um dies zu verdeutlichen, haben wir ein simples Beispielportfolio mit einer Strategie von 50 prozentigen Beteiligungen und 50 prozentigen Obligationen geschaffen. Beim Beispielportfolio hat sich der Aktienanteil seit dem Start des Portfolios um 42% erhöht. Die Rentenquote ist im Verhältnis dazu nur um 18% gestiegen. Durch das Rebalancing des Portfolios wird die 50:50-Verteilung von Wertpapieren im Portefeuille aufrechterhalten.

Für das Beispielportfolio würde dies bedeuten, dass 16 Anteile des Aktien-ETFs veräußert und 2 Anteile des Renten-ETFs später gekauft werden müssen. Weshalb macht Rebalancing überhaupt keinen Unterschied? Drei gute Argumente sprechen dafür, dass ein Portfolio-Rebalancing Ihnen einen langfristigen Wertzuwachs bietet: Das Portfolio-Rebalancing ermöglicht es Ihnen als Investor, Ihr Risiko einfach, kosteneffizient und Zeit sparend zu managen.

Antizyklischer Handel Das Rebalancing des Portfolios tendiert dazu, konjunkturdämpfende Signale zu geben. Dies hat zur Folge, dass risikoreichere Titel (z.B. Aktien) in hohen Phasen reduziert und in niedrigen Phasen wiederhergestellt werden. Investitionsdisziplin Portfolioanpassungen, die auf einer Rebalancing-Strategie basieren, wie z.B. Anlagelimits, machen ein Timing am Markt überflüssig. Wie viel kosten Rebalancing? Das Rebalancing des Portfolios ist nicht kostenlos.

Der Handel unterliegt in der Regel Transaktionskosten und eventuell der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen aus dem Abgang von Position. Beim Rebalancing müssen diese Aufwendungen immer berücksichtigt werden. Bei der Neugewichtung müssen Aufwand und Ertrag in einem angemessenen Rahmen sein. Zu hohe Aufwendungen führen dazu, dass ein Portfolioausgleich der einzelnen Bestände oder sogar ganz vermieden werden sollte.

Zusätzlich zum Portfolio-Rebalancing, bei dem Einzelpositionen veräußert und andere erworben werden, kann auch ein Cashflow-Rebalancing erfolgen. Mit einer Einmalzahlung wird die strategisch wichtige Investitionsstruktur des Portefeuilles wieder hergestellt.

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