Reiten Technik

Fahrtechnik

Bei der Alexander-Technik handelt es sich um eine praktische Kunst, deren Thema das "Wie" unseres Handelns, die hohe Qualität ihrer Ausführung ist. Fahrunterricht nach Alexander | Reiten für Sensible Wofür steht die Alexander-Technik? Der Name der Alexander-Technik stammt von ihrem Begründer Friedrich Matthias Alexander (1869-1955), einem Australier, der seine Methodik Ende des neunzehnten Jahrhundert erarbeitete. Bei der Alexander-Technik handelt es sich nicht um ein mit Yoga oder Tai Chi vergleichbares Ausbildungssystem, sondern um eine Denkweise und Herangehensweise, die auf jede Aktivität angewendet werden kann.

Die Alexander-Technik hat zum Zweck, Körperhaltung und Gleichgewicht, Leistung und Wohlbefinden zu fördern, indem sie Spannungen bewusst wahrnimmt und löst. Mit der Alexander-Technik wird somit ein Trainingsprozess durchgeführt, in dem man erlernt, die eigene körperliche Wahrnehmung und Kontrolle zielgerichtet zu optimieren. Dadurch wird die Alexander-Technik von der Physiotherapie unterschieden. Bei der Alexander-Technik wird nicht nur der physische Teil des Körpers, sondern auch das Denken und Fühlen in den Vorgang einbezogen.

Für weitere Informationen empfehlen wir das Werk "Besser Reiten mit der Alexander Technik" von Walter Tschaikowski. Bei der Alexander-Technik steht die Verbesserung von Balance und Körperhaltung (durch bewusste Reduzierung von Spannungen) an erster Front. Erst wenn ein flexibler Ausgleich und eine entspanntere Abstimmung trainiert wurden, kommen erhöhte Trainingslasten hinzu.

Der so vorbereitete Korpus wirkt in einer besseren Körperhaltung und kann daher der Belastung besser aushalten. Es handelt sich also um einen seit zwei Jahrtausenden bewährten Ansatz, der das Risiko von Überlastungen und Verschleiß wirksam verhindert. Bei den meisten Gesundheitsproblemen im herkömmlichen Sport kommt es vor, wenn man sich (oder das Pferd) beharrlich ausbildet, auch wenn die Balance und Koordinierung noch nicht genügend erlernt ist.

Der Körper kompensiert den Gleichgewichtsstörungen durch weitere Muskelverspannungen. Die Ausbildung eines Springpferdes macht unter solchen Bedingungen wenig aus. Überbeanspruchte Tiere verteidigen sich gegen den Mitfahrer, bekämpfen und weigern sich zu agieren. Das hat nichts mit Trägheit zu tun, denn bei entsprechender Belastung gehen die selben Tiere für ihren Fahrer durchs Jahr.

Der auf der Alexander-Technik beruhende Ansatz bringt daher signifikante Vorzüge in Bezug auf Hygiene, Abnutzung, Sicherheit und Minimierung des Verletzungsrisikos. Insbesondere das prinzipielle Auflösen von Spannungen als Voraussetzung für jede weitere Arbeit, das prinzipielle "Position vor der Bewegung" und der "Zerleger" sind dem Verfahren in der Alexandertechnik sehr ähnlich.

Deshalb möchte ich gern in der französischen Kultur arbeiten, auch wenn die Alexander-Technik die tatsächliche Inspirationsquelle und vor allem die Methode ist. Bei meiner Tätigkeit mit Mitreitern und ihren Pferdem, bemühe ich mich vor allem, die Reiter bei der Erschließung eines besseren Körpergefühls zu erziehen. Entspannende Gleichgewichtsübungen reduzieren Spannungen und steigern zugleich das Körperbewusstsein und die Körperkoso.

Das Vermögen, den eigenen Leib gut wahrzunehmen, ist beim Reiten unter dem Begriff "Reitgefühl" seit Jahrzehnten bekannt und wird als der Schlüsselelement des guten Fahrens angesehen. Es wird behauptet, dass es nicht gelernt werden kann, aber sie haben die Alexander-Technik einfach nicht ausprobiert, weil die alltägliche Praxis das Gegenteilige zeigt. Das Verbessern der körperlichen Wahrnehmung fördert den Fahrer auf der ganzen Linie: Er passt sich besser an: Indem er seinen eigenen körperlichen Zustand genauer wahrnimmt, wird er sich seiner eigenen Irrtümer bewusst.

Es passt sich sanfter in die Bewegungsabläufe des Springpferdes ein. Durch die verbesserte Sensibilität kann er auch die Spannungen im Pferdekörper rascher erkennen und besser ausgleichen. Ein verbessertes Körpergefühl hat einen sehr positiven Einfluss auf die Abstimmung und das Wohlbefinden und führt so ohne besonderen Aufwand zu neuen Fortschritten - so wie eine Hörverbesserung das Lernen eines Musikinstruments erleichtert.

Die Reiterin ist sich der Spannung des Gepäcks und der kleinen Gleichgewichtsschwankungen bewusst. Auf diese Weise kann er dem Tier mithelfen, in ein besseres Verhältnis zu kommen. Dadurch arbeiten die Tiere bereitwilliger, gelassener und rebellieren nicht gegen den Mitfahrer, vor allem für Kleinkinder und Anfänger gibt es stundenlange, willige, kooperative Tiere - ganz zu schweigen von den Aspekten Sicherheit und Spa?

Jeder, der die Klassiker der Horsemannschaft kennengelernt hat, weiss, dass die Unterrichtsstunden wie Einschultern, Traversen, Piaffe, etc. ein tolles Erlebnis sind. Die Ansichten darüber, wann diese Faktoren in die Erziehung eines Jungpferdes einbezogen werden sollten, sind vielfältig. Die anderen reiten monatelang und über Jahre hinweg direkt weiter, mit der Begründung, dass der Unterricht sehr wahrscheinlich dazu führt, dass das junge Tier verletzt wird.

Diese scheinbaren Widersprüche verschwinden, wenn man weiß, dass der Unterricht immer dann gesundheitsschädigend ist, wenn ein gestresstes oder überfordertes Tier, unabhängig vom Ausbildungsstand, diese erfüllt. Der gleiche Unterricht hingegen, locker und locker, bringt viele Vorzüge - schon zu Beginn des Trainings. Der Schwerpunkt ist also nicht auf das, was man fährt (Unterricht oder nicht Unterricht), sondern auf das "Wie", d.h. auf das Loslassen und eine gute Abstimmung.

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