Rezeptive Musiktherapie Musikbeispiele

Empfangsmusiktherapie Musikbeispiele

Abhängig von der Situation hören die Patienten "nur" zu (rezeptive Musiktherapie), singen oder spielen selbst Instrumente (aktive Musiktherapie). Die Musiktherapie unterscheidet zwei Richtungen: In der rezeptiven Musiktherapie wird der therapeutische Effekt durch das Hören von Musik erreicht. Das Hören von Musik wird in der Regel als Teil der rezeptiven Musiktherapie betrachtet. Viele Titel aus dem populären Repertoire (die "Charts") sind für das rezeptive MT ungeeignet.

die heilung von klängen durch sounds

Die Musiktherapie wird bei einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt: chronische Schmerz-, Bewegungs- und Sinnesstörungen nach einem Hirnschlag, Ohrensausen und Herzprobleme. Alle geschichtlichen Grundlagen beschrieben bis zur Hälfte des zwanzigsten Jahrhundert zwei Dinge: die Auswirkungen des bewusstes Musikhören und die Auswirkungen des Musikmachens, ob allein oder in einer Gruppen.

Heutzutage beschäftigen sich viele Heilpraktiker mit dem Thema Technik. Dort, wo Mediziner Arzneimittel einnehmen, helfen Psyche bei Unterhaltungen, Musiktheatern bei der Heilung mit Geräuschen. Abhängig von der Situation lauschen die Patientinnen und Patientinnen "nur" (rezeptive Musiktherapie), sinnieren oder musizieren selbst Instrumente (aktive Musiktherapie). Die Musiktherapie fördert die medizinische Versorgung mit messbarem Effekt, z.B. auf Atmungsrhythmus, Pulsfrequenz, Blutdruck, Schmerzsignal. Am Universitätsklinikum Herne im Revier spielt der Kardiologe zum Beispiel vor einer Herzkatheteruntersuchung oder während einer Operation musiziert und spielt seinen Patientinnen und Patienten vor.

Um so besser war die Wirksamkeit, wenn der Doktor und nicht der Kranke die Technik gewählt hatte. Der Kardiologe geht davon aus, dass die Muskulatur über das Zentralnervensystem funktioniert und dort Kurierstoffe freigesetzt werden, die die Pulsfrequenz und die Pulsfrequenz abbremsen und damit den gesamten Blutkreislauf positiv beeinflusst werden. Nebenbei bemerkt: Klänge und Töne werden bereits von Neugeborenen in der Gebärmutter aufgenommen.

Das Schreiben von Babys zum Beispiel kann mit der klassischen Medizin sehr gut behandelt werden. Auch der Unterricht im Bereich der Alten Künste beugt Störungen der Sprachentwicklung bei Kleinkindern vor. Mit Hilfe der Musiktherapie kann das unangenehme Klingeln in den Ohren bei chronischen Ohrgeräuschen reduziert oder gar ganz beseitigt werden. Das ist das Resultat einer Untersuchung von Wissenschaftlern des DZM in Heidelberg.

Die Hörfähigkeit von Musikerinnen und Spielern muss die Fähigkeit der Hände in Realzeit aufzeigen. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse haben Therapeutinnen und Musikerinnen der Musikhochschule Hannover einen Trainingskurs zur Rehabilitierung von Strokepatienten aufgesetzt. Mit der neuen Musiktherapie werden die Beteiligten zur Bewältigung ihrer Bewegungsstörungen angeregt und sollen dazu beitragen, dass die Patientinnen und Patienten wesentliche Bewegungsabläufe rascher wiedererlangen.

Damit kann der Betroffene im täglichen Leben seinen Lebensalltag früher meistern und gewisse grobstückige Aktivitäten wie das Schälden von Kartoffeln oder das Verstauen von Gegenständen wieder viel schneller ausleben. Darüber hinaus ist das Musikausbildungsprogramm wesentlich besser als herkömmliche Behandlungen. Die neue Musiktherapie wird nun in mehreren bundesdeutschen Unikliniken für Schlaganfall-Patienten angewendet.

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