Schlank und Schön

Schmal und schön

Im Beauty Center Schlank & Schön in Bruneck werden Schönheitsbehandlungen und kosmetische Dienstleistungen wie Nagelverlängerungen und vieles mehr angeboten, die sich heimlich über eine Magen-Darm-Grippe freuen, weil Sie so schön abnehmen? Von wem wird definiert, was schön ist?

Körperwahrnehmung: Macht es dir Freude, schlank zu sein?

Ein guter Körperbau allein macht dich nicht gerade froh. Warum will dann jeder überhaupt schlank sein? Am Nachmittag, auf dem Weg nach Haus, hatte sie einen Heißhungerattacken, noch im Kiosk der S-Bahn, zerriss ein Snicker sie aus der Box und schluckte sie raffgierig runter, was dazu führte, dass die Drüse in ihrem Hirn gleich den Wecker schlug:

So zog sie sich am Abend ins Fitnesscenter, beendete dann ihren ganzen Body mit einem fadenscheinigen Protein-Shake und ließ sein verärgertes Brummen ignorieren, bis sie endlich müde eingeschlafen ist. Haben Sie sich jemals heimlich über die Magen-Darm-Grippe geärgert, weil Sie so viel Gewicht verloren haben? Laut einer Untersuchung der University of Worcesin arbeiten 93 Prozentpunkte der Mädchen und Jungen tagtäglich mit ihrer Haut.

Noch nie haben so viele Menschen in Fitnessstudios trainiert wie heute, und laut einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Gewis würden knapp drei viertel der Befragten zehn Prozentpunkte ihres IQs einbüßen, wenn sie einen Schönheitsfehler kompensieren würden. Es gibt in Amerika auch einen eigenen Ausdruck für die kleinen Negativmerkmale, die verdeutlichen, wie viel unser Organismus uns beschäftigt:

"Fettgespräch ist eine abfällige Art, mit dem eigenen Leib und der eigenen Nahrung umzugehen", sagt Alexandra F. Corning, Psychologie-Professorin an der University of Notre Dame, Indiana. "Es ist in Ordnung, den eigenen Leib zu hasst, wenn die Frau sich bestätigt. Fast alle Mädchen sind davon mitgenommen. Heutzutage geh ich lieber laufen, als Kuchen zu esse.

Vielleicht findest du es dumm, in einer Lebenswelt zu wohnen, in der es viel mehr darauf ankommt, in engste Jeanshosen zu sitzen als am Abend mit Freundinnen und Bekannten köstlich zu sein. Doch so ist es: Die meisten von uns nehmen am alltäglichen Abnehmwettbewerb teil. "Um diesen Beitrag zu recherchieren, habe ich mit vielen Damen darüber geredet, schlank und zufrieden zu sein, dick, dünn, mit Damen ohne Taillen und mit Damen mit fetten Schürzen (das ist die Bauchhaut, die nach dem Abnehmen zurückbleibt - ein sehr populäres Gesprächsthema im Fat Talk).

Das Gleichgewicht: Alle von ihnen überlegen sich regelmässig ihre Körperform und achten darauf, was sie sich zulegen. Genau das sagt man sich", sagt eine Bekannte, die gerade 15 Kilogramm zugenommen hat. So schlank zu sein, mag dich vielleicht freuen, aber es ist auch eine Menge Mühe und ein stetiger Streit mit mir selbst. "Ein Kollege, der sich im letzten Jahr bis zu zwölf Kilogramm verhungert hat, sagt: "Heute laufe ich lieber mit dem Laufen, anstatt Kuchen zu fressen.

Das macht mich nicht gerade froh. Aber hätte ich meinen Mann mit zehn Kilogramm mehr auf den Hüfte und einem schwachen Selbstvertrauen getroffen? "Es ist vor allem dieser Gegensatz in uns, der dem Schrecken der Schlankheit so viel Zeit gibt. Auf der anderen Seite schauen wir gerne in den Rückspiegel, wenn wir mit unserer Gestalt auskommen.

Mit vereinten Kräften setzen wir uns dafür ein, dass für die Frau der gleiche Gehalt wie für den Mann und die gleiche Chance auf Führung gilt. Doch gute Frauenrechtlerinnen ernähren sich nicht - und andere beenden es nicht, nur weil sie ein paar Kilogramm zu viel tragen. Man will sich nicht auf sein Erscheinungsbild beschränken, und man ärgert sich darüber, dass die Frau oft noch nach ihrem Erscheinungsbild und nicht nach der Leistungsfähigkeit ihres Hirns bewertet wird.

Die Experten bezeichnen dies als kognitive Dissonanz: "Wir haben unterschiedliche Gefühle zu einem bestimmten Themenbereich, die nicht kompatibel sind. Wir sollten zugeben, dass es sich gut anhört, wenn der Rumpf fest und gespannt ist. Ja, ich spreche das jetzt so offen aus, auch wenn es weder sachlich noch sachlich ist: Dass schlank zu sein, macht dich eigentlich froh?

Auch wenn mir eine gute Zahl sehr am Herzen liegt - was bin ich dann gewillt, dafür aufzustehen? Ich brauche eine dünne, kräftige Gestalt. Ich freue mich, in einer Zeit zu sein, in der es so viele Wege gibt, meinen eigenen Kadaver in Schwung zu bekommen wie nie zuvor: Entscheidend ist: Wenn mir eine gute Zahl am Herzen liegt - was bin ich denn sonst dazu da, darauf zu verzichten und in sie zu setzen?

Muß ich mich nur mit der kleinen Aufgabe arrangieren, die sich daher vielleicht an meiner Hüfte ausbreitet? Bekannte und Kolleginnen und Kollegen, die sich darüber beschweren, dass sie nicht so oft Zeit für sportliche Aktivitäten haben wie ich, und im selben Zug behaupten, dass ihre Skalen wieder ein paar Kilogramm mehr aufweisen, ärgern mich.

Eine Einstellung: Will ich wirklich eine schmale Gestalt mit allen (manchmal unbequemen) Folgen, oder bevorzuge ich eine Gestalt mit kleinen Schönheitsfehlern und viel Freude? Ich denke, es ist es wert, denn ich genieße Chocolade und Torte, wenn ich mich danach sehne, und ich fühl mich wohl in meinem ganzen Organismus. Übrigens hat er auch zwei Kilos zu viel bei sich, wenn der Feiertag schön war.

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