Schmerzen nach Chiropraktiker

Chiropraktische Schmerzen

Der Schmerz verschwindet auch. Was ist nach der Therapie? Was ist nach der Therapie? Ein Muskelkater wie Zuggefühl kann nach einer Therapie, vor allem nach der ersten Therapie, bis zu drei Tage lang auftreten; in Ausnahmefällen auch temporärer Kopfschmerz oder Kopfweh.

In den seltensten Momenten kommt es zu einem kurz betäubten oder kribbelnden Schlag.

Häufiger als sonst können bei Bewegungsabläufen Riss- oder Klickgeräusche auftauchen. Was muss ich nach der Therapie beachten? Wir bitten Sie, Ihre Verbindungen nicht sofort nach einer zu extremen Therapie zu unterziehen. Du kannst gern langsame und gerade Sätze ausprobieren, um zu sehen, ob eine Änderung stattgefunden hat. In der Regel bewegst du dich nach einer Therapie so gerade wie möglich.

Achten Sie darauf, dass keine abrupten Bewegungsabläufe, vor allem keine Kippbewegungen und keine zu starken Rotationsbewegungen auftreten. Achten Sie auf Ihre Angewohnheiten. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Füße im Sitz nicht kreuzen. Setz dich nicht auf deine Brieftasche. Sitzt du gerade vor dem PC oder dem TV? Vor allem nach der ersten Behandlung sollten Sie keinen sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Dehnungsübungen sollten Sie zunächst nicht durchführen. Sobald sich Ihre körperliche Statik stabilisiert hat, können und sollten Sie sich wieder fortbewegen und sportlich betätigen. Treibe einen Job, den du genießt, denn Übung ist eben Lebensqualität.

Chirotherapie

Natürlich tun es Chiropraktiker. Wer auf der Couch steht und meinen Hintern mit erfahrenen Handflächen "liest", ist vollkommen erholt. Ich hätte nie in meinem ganzen Schaffen geglaubt, dass ich je zu einem Chiropraktiker gehen würde. Meiner Meinung nach waren Chiropraktiker muskelgewickelte weiße Mäntel, die den Hintern ihrer Opfer mit der Stärke eines Pferdes ziehen und den Nacken drehen.

Der Miteigentümer einer Kanzlei im Zürcher Bezirk 2, Marco Vogelsang, hat den Ort entdeckt, den er verändern wird. Es ist nichts kaputt, mein Rückgrat ist unversehrt. "So ist es gut", sagt Marco Vogelsang und holt mich von der Couch. In der Schweiz hat die Chirotherapie einen tiefgreifenden Umbruch durchgemacht. Wenn du Rückenschmerzen hast, eine Lösung zur Wirbelsäulenoperation suchst oder deine Muskeln und Beine in Ordnung halten willst, gehe zum Chiropraktiker.

"In der Spitzensportart, vor allem in der Athletik, hat nahezu jeder Profisport einen eigenen Chiropraktiker", sagt der St. Galler Kieferorthopäde und Sportarzt Pierre Hofer. Der bekannte Züricher Chiropraktiker Bernhard Anklin betreut seit Jahren ZSC-Eishockeyspieler - und unzählige andere Rückenpatienten. Einer der Gründe für den Imagewechsel war das wissenschaftliche Umfeld, in dem die Schweizerische Chiropraxis integriert ist: Seit 2008 kann das Studienfach an der Uni Zürich absolviert werden.

Die Chiropraktik ist vergleichbar mit dem "normalen" medizinischen Studium. Damit es nicht zu Fehlern kommt, nahm ich Schmerzen. Auf diese Weise landete ich auf Marco Vogelsangs Behandlungsliege. Ein verspannter Bandscheibenvorfall kann die Grundursache für Rückenschmerzen sein: der Rückgrat des Autors. Was macht man mit so einem Rückrad? Es könnte meine sporadisch auftretenden Rückenschmerzen auslösen.

Der junge Marco Vogesang startete schon früh im Decathlon und hat viel trainiert. Inzwischen konnte er aber nicht mehr übersehen, dass sein Kreuz beim Abspringen höllisch weh tat. Im Alter von 17 Jahren ging er zum ersten Mal in eine Chiropraktikpraxis, und nach fünf Behandlungen war sein Rückgrat in Ordnung. Wiederum beriet er sich mit dem Chiropraktiker. Dieses Mal war er von der Therapie so begeistert, dass er nach vier Jahren als zertifizierter Sportlehrer seine eigene Chiropraktikerausbildung begann.

In Portland im US-Bundesstaat Oregon absolvierte er ein Studium und musste in der Schweiz zwei Examen abzulegen. In der Mehrheit der Praxisbesuche von Vogesang sind die Zwischenwirbelscheiben, das plattenförmige Bindemittel zwischen den Wirbelsäule. Der Austritt kann auf das Rückgrat oder die Nervenwurzel pressen - es kommt zu Empfindlichkeitsverlust, Leistungsverlust und Schmerzen in den Schenkeln.

Arthrosen treten oft auf der Ebene des fünften Halswirbels auf, wo der Lendenwirbel am stärksten belastet ist. Dies ist ein kleiner Tröster für mich und meine Rückenschmerzen: Zumindest sind sie typischerweise, viele andere haben sie auch. Dabei werden die Nervensysteme an den Gelenkoberflächen durch den Reiz des Drucks angeregt und senden entsprechend Information an das Wirbelsäule.

Schon die geringste Veränderung tut weh. Viele Patientinnen und Patientinnen kommen in diesem Krankheitsbild zu uns", sagt Marco Vogelsang. Die Chiropraktikerin dagegen konzentriert sich auf die Bioanalytik. Mit trainierten Handflächen spürt er die schmerzhafte Haut. Die Schmerzen verschwinden auch. Laut der Chiropraktik-Theorie kann eine Verbesserung rasch erreicht werden.

Doch ist diese Therapie auch zukunftsfähig? Der Chiropraktiker, der im neunzehnten Jh. von Daniel David Palmer (1845 bis 1913) im US-Bundesstaat Iowa gegründet wurde, wurde zunächst in der Schweiz verboten. Mit Hermine Fagan-Linder soll der erste schweizerische Chiropraktiker überhaupt zwischen 1919 und 1925 in einem Ort im bernischen Oberland heimlich geübt haben.

Mit zunehmender Patientenzahl wehrten sich die Fachbereiche Medizin der Universität Bern und Zürich mit aller Kraft gegen die "unzuverlässige Methode" und forderten ein Gesetzesverbot. Und das nicht ohne Grund: Die damalige Vertretung versprach den Patientinnen und Studenten das Blau des Himmels. Man lobte die Chirotherapie nicht nur als Therapiemethode für Gelenken und Wirbelsäulen, sondern auch als Heilmittel gegen Ashtanat, Gehörlosigkeit, Migräne ect.

1937 nahm der Luzerner Bezirk trotz des Widerstandes die Chirotherapie als eigenständige Heilungsmethode an. 1939 sagte der Zürcher Ständerat nach einem harten Feldzug und einem Referendum auch Ja zur Chiropraktik. Im Jahr 1939 sagte der Ständerat des Kantons Zürich Ja. Chiropraktiker sind in der Schweiz seit rund 50 Jahren als Mediziner anerkannt - ebenso wie Ärzte der Medizin, Zahnmediziner, Veterinäre und Pharmazeuten. Allerdings stoßen Chiropraktiker nach wie vor auf Gegenwehr.

Außerdem hinterlässt der gebürtige Germane in der Chirotherapie keine guten Haare. Für ihn sind sie "Quacksalberei" und gefährlich: "Etwa 50 Prozentpunkte der von einem Chiropraktiker behandelten Patientinnen beklagen sich über Nebenwirkungen", meint er. "Verbesserungen, von denen die Betroffenen erzählen, werden von Ernst mit der Naturheilmittel und dem Placebo-Effekt erläutert.

Basiert die Wirkungsweise der Chirotherapie wirklich auf den guten "Vibrationen", denen die Patientinnen und Patienten durchlaufen? In diesem Zusammenhang möchte ich Kim Humphrey vom Universitätsspital Ballgrist fragen, wo die Chirotherapie an der Universität Zürich seit 2008 ihren Sitz hat. Mit Humphreys' Führung wird Ballist zukünftige Chiropraktiker behandeln, erforschen und ausbilden. Unter den 300 humanmedizinischen Studienplätzen an der Universität Zürich sind 20 für die Chirotherapie vorgesehen.

Zusätzlich zum Medizinstudium durchlaufen die Schüler eine Chirotherapieausbildung, bei der sie schrittweise die Griffe erlernen, um geblockte Halswirbelsäule zu lockern, Rückenschmerzen zu lindern und Schmerzen in Händen und Füßen auf den Grund mitzunehmen. Auf meine Anfrage stellt Humphreys ein dichtes Bündel Papier auf den Schreibtisch: Arbeiten der vergangenen zwei Jahre, die vom Universitätsklinikum Ballgrist ins Leben gerufen und in zahlreichen teils ausgezeichneten Zeitschriften veröffentlicht wurden.

Humphrey verweist auf den Stapel: "Seit Jahren wird Chiropraktikern vorgebracht, dass die Effektivität ihrer Methoden nicht naturwissenschaftlich nachgewiesen ist - jetzt haben wir die Chance, es zu beweisen", sagt der in Kanada geborene Wissenschaftler. Die Schweiz hat die Tür zur Wissenschaft weit offen. An keinem anderen Ort der Erde ist die Chirotherapie in eine ärztliche Fachrichtung integriert wie an der Universität Zürich.

Der größte Teil der Forschungsarbeit zur Chiropraktik sind so genannte Fortschrittsstudien. Dabei wird die Wirkungsweise der Therapie über einen gewissen Zeitabschnitt untersucht. Doch in einer völlig neuen Untersuchung haben Humphrey und sein Forscherteam die Effektivität der Chirotherapie erstmalig mit einer anderen Therapiemethode vergleichbar gemacht: Patientinnen und Patienten, bei denen per MRT ein Lendenwirbelscheibenbruch diagnostiziert wurde, erhielten entweder eine Injektionsspritze mit Kortisondepot an der Nervenwurzel - oder wurden chiropraktisch behandelt.

Bereits nach vierwöchigem Aufenthalt gab es einen signifikanten Unterscheid zwischen den beiden Patientengruppen: In beiden Fällen gab es keine Probleme; die Ausgaben für die chiropraktische Therapie waren im Durchschnitt 163 Schweizer Franken tief. Immer interessanter wird für ihn und seine Kollegen die Fragestellung, wie sich Schmerzen auf das Nervenkostüm auswirkt.

Bei Hirnscans haben sie gesehen, dass die Neigung zu chronischem Kreuzschmerz lange bevor die Symptomatik auftritt, sichtbar wird. Meine eigenen Querprobleme sind weit weg von den langwierigen Krankheiten, die bei uns auftauchen. Mit Marco Vogelsang ist die Therapie nach zwei Gesprächen zu Ende.

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