Shiva Tanzend

Der Shiva-Tanz

Dort ist der Nataraja-Tempel dem Shiva-Tanz gewidmet. Das Bild des Shiva Nataraja Tanzes ist immer das gleiche wie bei einer Ikone. Tanzender Gott - Shiva Nataraja Shivas Totentanz inmitten eines Feuerkreises: der Sinnestanz par excellence. Shivas Tanzkunst ist der bekannteste aller hinduistischen Tanzkunst. Den Kosmischen Totentanz.

In der Skikultur ist die berühmte Shiva Nataraja zu sehen. Wie die meisten Tanzformen der Indianerkultur ist der Ball ein Symbol. Das bedeutet: In diesem Ball wird jede Bewegung, jeder Gesichtsausdruck, jedes kleinste noch so kleine Details mit Sinn erfüllt:

Man sieht eine Shiva mit vier Armen und zwei Füßen - tanzend auf dem Teufel der Ignoranz. Shiva nimmt seine Sanduhrtrommel (Damaru) in eine seiner beiden rechten Hand - oben. Die Rassel von Dammaru hat eine besondere Bedeutung: Sie symbolisiert den Sound eines sich entwickelnden Welten. Zudem soll sich die geheiligte indische Sprache: die Sanskritsprache aus den Drumbeats der Damarus von Shiva entwickelt haben.

Prealayagni: In der Oberhand seiner beiden Linkshänder hat Gott Shiva das Prealayagni - das Vernichtungsfeuer. Er hat die rechte Seite auf den rechten Fuss gerichtet. Der rechte Fuss von Shiva steht auf dem Zwergdämon Apasmara. Zum Tanzen wird der rechte Fuss angehoben, die Hüften leicht verdreht. Himmelsauge: Auf Shivas Stirne kann man sein drittes Augen erkennen - ein Anzeichen seiner Theologie.

Snake: Shiva wird normalerweise mit einer Schlangen um den Nacken abgebildet. Wie die meisten Völker (außer der christlichen) ist die Schlangenart den Indianern als Sinnbild der Lebenden gleich. Halbmond: Ein kleiner Halbmond steht aus Shivas Haaren. Durch Shivas Haare strömt das Flurwasser.

Aber durch Shivas Haare wird sie behutsam zur Erdoberfläche geführt. Shivas ekstatischer Traum ist es, gleichzeitig mit seinem verzückten Tanzen zu erschaffen. Gleichzeitig ist Shiva wie in anderen Mythen die Göttin des Daseins und des Untergangs. Die Tänze selbst sind - vergleichbar mit der Schlangen - eine der Indianermetaphern für das Lebensgeheimnis: Das eigene Schaffen - aus den Lebenden.

Bei jedem Schlag, jedem Pulsschlag ist es anders als vorher, verändert, veredelt, bereinigt sich - der immerwährende Tanz der Schöpfung der Gottheiten - Dancing Gods. Der Gott Shiva ist anders. Nirgends ist die Vorstellung vom selbstschaffenden Leben so sensibel wie in Shiva Nataraja.

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