Shiva und Shakti

Shakti und Shiva

Im Tantra und in den vielfältigen Richtungen des Shaktismus und Shaivismus gelten Shakti und Shiva als die beiden Pole des Universums. - Wenn Shiva und Shakti sich wieder treffen - von Sylvia Vette-Rüggen. Tantra-Philosophie - Shiva und Shakti Shiva Shakti ist die Basis jeder tantrischen Übung und damit des Kundalini Yoga. Der Umgang mit der Shiva Shakti Philosphie ist nützlich und bedeutend, weil sie ihm erlaubt, seine Erfahrung zu begreifen und wie er sich in gewissen Situationen aufführen kann. Shiva Shakti ist wie jede andere philosophische Idee ein Vorbild, ein System von Konzepten für etwas, das jenseits aller Konzepte liegt, ein geistiges Gebäude der Lehre für etwas, das der reinen intellektuellen Auseinandersetzung nicht zugängig ist.

Shiva-Shakti ist jedoch nicht nur eine logische Denkweise. Die aus der geistigen Schilderung von über das Wort hinausgehenden Ereignissen und Einsichten aus den verschiedenen Gebieten abgeleitete Lehre hat sich seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Tausenden von Jahren als nützlich erweisen. Das Tantra versteht das ganze Weltall als ein Wechselspiel von Shiva und Shakti: Shiva ist der Begriff für "Bewusstsein", das als unbewegliches, ewiges, ewiges Trägermaterial hinter allem betrachtet wird, wie die Projektionsfläche, auf der das Geschehen der Welt stattfindet.

Schakti ist der Begriff für Cosmic Energy. Alle Manifestationen in der visuellen und der unsichtbare Welten sind Manifestationen der selben Eigendynamik. Ich sagte, die These, dass das ganze Weltall die gleiche Urgewalt hat und das Heilige sich so zeigt, wie das Weltall heute sehr zeitgemäß ist.

Noch ein paar Zeilen zu "Shiva". Im Tantra ist Shiva das ständige Bewußtsein, auf dem sich das Weltdrama als Ausdruck von Shakti auswirkt. Das wird in der Indianerkunst wie folgend illustriert: In einigen Repräsentationen lächelt Shiva auf dem Bauch und Kali(Shakti) tanzte ihren Welttanz auf Shiva.

In den anderen Fotos ist Shiva regungslos in der Betrachtung. Ganges (die Gottheit des Ganges ) fließt aus seinen Haaren und steht für Shakti - sie fließt aus Shiva heraus und erschafft, pflegt und löscht die Erde. Shiva ist in Wedanta der destruktive Teil des eigenen Gott (Ishwara), der sich als Buddha (Schöpfer), Shiva (Zerstörer) und Vishnu (Erhalter) ausweist.

Das Bewußtsein wird im Veðanta "Brahman" genannt, die Cosmic Energy als Maya (Illusion), die anscheinend die ganze Erde erschafft (Jagad) und in Ishwara als brahman, Vishnu und Shiva aktiv wird. Im Symbolismus wird dieser destruktive Teil von Shiva in dem Trident gezeigt, mit dem er Dämonenköpfe abstößt.

Shiva hat deshalb einen Japanischen Rosenkränze (eine Form des Rosenkranzes als Sinnbild für die Mantrawiederholung), er setzt sich in die Lotusstellung, die Meditationsstellung, und hat eine lebendige Schlangen um seinen Nacken als Sinnbild für die erweckte Kundalini. Shiva ist im Schaivismus (wo Shiva als der Oberste Gott angebetet wird) alles: Er ist das grenzenlose Bewußtsein der Einigkeit, das in Form von Lingua oder auch als ein Raum des Bewußtseins (Chidambaram) verkörpert wird.

Es ist auch der Schöpfungstanz in Form des Shiva-Nataraj, der Cosmic Dancer oder Cosmic Drummer, der durch den Trommelklang (Damaru) das ganze Weltall erschafft, pflegt und zersetzt. Für die Indianer sind diese sehr verschiedenen Symboliken in der Shivasymbolik übrigens kein Widerspruch. Das Tantra bedeutet "unveränderliches Bewusstsein" und ist im Abendland nicht mehr als "der Zerstörer" bekannt.

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