Stresssymptome

Belastungserscheinungen

Stresssymptome wie Nervosität, Gedächtnisprobleme, Unsicherheit, Reizbarkeit sollten nicht unterschätzt werden. Der Organismus reagiert auf Stress über einen längeren Zeitraum mit zahlreichen physischen und psychischen Symptomen. Der Stress ist nicht schlecht, sondern ein lebensrettender Mechanismus, der noch immer wie in der Steinzeit funktioniert. Für die meisten Menschen ist Stress eine Selbstverständlichkeit.

Beschwerden und Diagnose

In der Regel wird Streß als unerfreulich wahrgenommen und der Organismus schickt deutliche Warnsignale. Es wird zwischen psychologischen und physischen Warnsignalen für krankheitsverursachenden Streß unterschieden: Psychologische Symptome: Nerven, Verspannungen, Angst- und Überforderungsgefühl sind bei akuten Streß ganz klar. Streß beeinträchtigt die Wahrnehmung und Koordination. Abhängig von ihrer Prädisposition reagieren die Menschen auf Streß mit Leistungsabsage, interner Entlassung oder Selbstverletzung, Einsamkeit, Alkoholiker- und Drogenabhängigkeit.

Physische Symptome: Stress ist verdauungsstörend: Es können Magenverstimmungen wie Diarrhöe oder Obstipation, Brechreiz, Blähungen, Krampfanfälle oder Säureeinbrüche auftreten. Stressverzehrer " erleben Essanfälle und eine entsprechende Zunahme des Gewichts, während andere unter Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust leidet. Durch Stress wird der Schlafrhythmus dauerhaft gestört. Der stressbezogene monatliche Anstieg des Blutdrucks kann zu Arterienverkalkung führen und das Herzinfarktrisiko und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Hals- und Rückenbeschwerden und andere Krämpfe sind nicht nur eine Konsequenz von monotonen Bewegungsabläufen, sondern auch von Streß. Asthmaanfälle sind in Belastungssituationen weitaus häufig. In engem Zusammenhang stehen die Prozesse von Streß und Schmerz. Somit kann es bei chronischem Streß auch zu verschiedenen Schmerzstörungen (Kopfschmerzen, Fibromyalgie) kommen. Stressbelastungen reduzieren die Blutzirkulation der Fortpflanzungsorgane und die Produktion von Hormonen - also: Stressbelastungen reduzieren die Libido und verursachen sexuelle Dysfunktionen (Impotenz, Frigidität) und die Verringerung der Fertilität (Zyklusstörungen, verschlechterte Spermienqualität).

Längere Überlastung der Stressbearbeitungssysteme kann zu dauerhaften Beeinträchtigungen führen. Auch wenn die Belastung das tragbare Niveau nur kurzfristig deutlich überschreitet, wie bei einem Unglück oder in Zeiten des Krieges, kann eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auftreten. Die Unterscheidung zwischen realen Organerkrankungen und Stresskonsequenzen ist für den Mediziner oft ein großer Mühen.

Oft ist es die exakte Aufklärung, die den Doktor dazu veranlasst, die "Belastungsstörung" zu verfolgen. Dazu gibt es auch unterschiedliche Fragesammlungen zur Quantifizierung der entsprechenden physischen und psychischen Belastungsparameter. Über die entsprechenden hormonellen Effekte (Cortisol, Katecholamine wie Adrenalin, Serotonin) konnte auch Stress im Blutsystem nachweisbar sein. Nach Ende der Belastung lösen sich die Außenspiegel mit unterschiedlichen Verzögerungen ab.

In der Regel ist der Durchblutungsdruck während des Stresses höher und der Herzrhythmus ist eintönig.

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