Stromtherapie

Elektrotherapie

Bei Stromschlägen gegen Erblindung - Neue Elektrostromtherapie erhöht das Augenlicht von Menschen mit Glaukom Kleine elektrische Überspannungen veranlassen das Hirn, die verbleibenden elektrischen Impulse richtig zu bearbeiten. In der Regel beantwortet er dann: "Es ist wahr, dass unsere Verfahren das Sehen von Menschen, die aufgrund von Sehnervschäden teilweise blind sind, erheblich verbessert werden können. Aber nicht nur eine Beschädigung des Augennervs kann zu einer Teilblindheit führen.

Schon nach einem Hirnschlag können die Betroffenen teilweise blind werden, wenn dadurch das Sehzentrum im Hirn geschädigt wird. Die kleinen Stromimpulse werden durch den Optiknerv in das Sehzentrum des Hirns, den Sichtkortex, geleitet. Bei dieser " Deutung " handelt es sich um ein großes Neuronennetzwerk, das sich über das ganze Hirn ausdehnt. "Sie können sich dieses Neuronennetz ein wenig wie das Netz vorstellen", sagt Sabel.

"Wenn zum Beispiel der Augennerv beschädigt ist - der Hauptgrund dafür ist das Glaukom - wirkt diese Wahrnehmungserfahrung nicht mehr. Für die neue Wechselstromtherapie werden zwei Elekroden auf der Stirnwand und neben dem Augeninneren angebracht. v=g8p3mWsLvAI. Aber ist diese Beschädigung des Sehnervs die einzige Grundursache, warum die Erkrankten nur begrenzt nachvollziehen können?

Nein. Es gibt auch Ursachen für die begrenzte Sehkraft, die viel weiter im Untergrund liegt. Ebenso wichtig ist, wie die noch verfügbaren Erkenntnisse aus dem beschädigten Sehnerven im Hirn gedeutet und aufbereitet werden. Dazu gehören Gehirnareale, die weit weg von der eigentlichen Hauptursache für Sehbehinderungen, der Beschädigung des Sehnervs, sind.

Diese Verbindungswege sind bei teilblinden Menschen durch den Signalverlust im Sehvermögen infolge einer Beschädigung des Sehnervs unterbrochen oder ganz ausfallen. "Es geht darum, dass das neuronale Netzwerk nicht synchron ist", so Sabel. Je mehr die Synchronisierung behindert wird, desto mehr wird die visuelle Leistung behindert.

"â??Wie gut eine Person mit Sehbeeinträchtigung tatsÃ?chlich sieht, hÃ?ngt nicht nur davon ab, wie viele Daten das Hirn noch aus dem Augeninneren einholt. Es kommt auch darauf an, wie effektiv diese Information später im Hirn aufbereitet wird. "Sabel und seine Mitarbeiter untersuchten die Funktionen des Neuronennetzes bei teilblinden Menschen im Gegensatz zu gesünderen Menschen mit EEG.

Prinzipielle Repräsentation neuronaler Netzverbindungen im Unterbewusstsein. Die Vernetzung im Hirn gesunder Freiwilliger (links) ist durch lange Beziehungen zwischen dem hinteren Teil des Kopfes, d.h. der Sehregion (untere Region der Kreise), und den für die kognitiven Leistungen verantwortlichen Frontalregionen (obere Region der Kreise) gekennzeichnet. Beim Menschen, dessen Sehvermögen durch Glaukom oder Schäden am Sehnerv (Mitte) beeinträchtigt ist, gehen diese langjährigen Beziehungen verloren. In der Regel ist die Sehfähigkeit des Menschen beeinträchtigt.

Das neuronale Netz des Menschen ist vor allem durch kurze Leitungen in den Zentralregionen des Hirns gekennzeichnet. Durch eine Wechselstrombehandlung (rechts) werden die Sehfähigkeiten von teilblinden Menschen erhöht und die Wiederherstellbarkeit einiger dieser langjährigen Beziehungen gefördert. Die AC-Therapie erhöht die Sehkraft Diese neuen Einblicke in die Synchronisierung des Neuronennetzes können bis hin zur therapeutischen Nutzung genutzt werden.

Es ist Sabel und seinem Forscherteam mit einer neuartigen, nicht-invasiven Therapie zur Verbesserung des verlorenen Sehvermögens geglückt, das Neuronennetzwerk von teilblinden Menschen zu erholen. 15 Pflegebedürftige, deren Sehvermögen durch Sehnervenschäden beeinträchtigt war, wurden in einer ärztlichen Untersuchung zehn Tage lang mit Wechselstromtherapie - oder stromloser Placebo-Therapie - aufbereitet.

Zur Therapie wurden über und neben den Äuglein und dem Auge jeweils 40 min lang sehr helle Strompulse an die Betroffenen abgegeben. "â??Die Strompulse sind so gering, dass die Befragten den Strom auf ihrer Hautstelle kaum oder gar nicht spÃ?ren. Die für die Therapie notwendigen Impulse sind in der Summe wesentlich geringer als bei einem Schrittmacher.

Anzeige der Sehfelder eines teilblinden Erkrankten. Im Anschluss an die zehntägige Wechselstrom-Therapie (unten) hat sich die Sehkraft des Betroffenen erhöht - es gibt wesentlich mehr weisse Flächen mit voller Sicht als zuvor (oben). Der rote Kreis zeigt die verbesserten Stellen an. "Nach nur zehn Tagen Wechselstrom-Therapie hat sich die Sehkraft von zwei Drittel der Studienteilnehmer sogar signifikant erhöht.

Denn: Das Neuronennetzwerk im Hirn der Sehgeschädigten funktioniert wieder synchrone. Auch weit entfernt liegende Bereiche des Gehirns wurden wieder Teil des Netzwerks: Der Visusrinde im Hinterkopf wurde durch eine aktuelle Therapie wieder mit dem Frontalrinde im Stirnraum durchlaufen. "â??Je besser das Neuronennetzwerk wieder abgeglichen werden konnte, umso besser gestaltete sich die Sehkraft der Betroffenen.

Dabei ist die Blindheitsursache, d.h. die Beschädigung des Sehnerven selbst, nicht umkehrbar. Bisher wurde eine solche Steigerung der visuellen Leistungsfähigkeit als nicht möglich erachtet. "Was die genauen politischen Reize auf der physiologischen und zellulären Ebenen im Hirn der Betroffenen verursachen, ist bisher nicht bekannt. "â??Wir konnten nachweisen, dass die HÃ?ufigkeit der Strompulse nicht nur unmittelbare Reaktionen im Hirn hervorruft, sondern auch, dass das Hirn nach Abschluss der Reizung in diesem Takt weiter schwingt.

Dieser "Nachhall-Effekt" ist es, der die Netzwerksynchronisierung aufwertet. "â??Wir haben das neue Behandlungsverfahren nun auch fÃ?r Menschen hier in Magdeburg im Angebot.

Mehr zum Thema