Systemische Familienaufstellung Kritik

Körperliche Familienkonstellationskritik

Grenzen dieser Methode aus der systemischen Psychotherapie. Familienstellen - Vorlesung von Prof. Dr. Stavros Mentzos Auch wenn ich davon ausgehe, dass jeder von Ihnen wenigstens vom Hören her weiss, was Familienstellen nach Bert Hellinger sind, werde ich mit einer knappen Begriffsbestimmung dieses Therapieverfahrens beginnen, um eine EinfÃ??

hrung in das Thema und eine erste Einarbeitung vorzunehmen. Ein vollständiger Begriff, geschweige denn ein auf allgemeiner Einigkeit beruhender Begriff, kann angesichts der sich in der Zwischenzeit abzeichnenden Unterschiede im Verfahren und der verschiedenen Prioritäten der jeweiligen Leiter von Familienkonstellationen sowieso nicht erreicht werden.

Die heute zu den anerkanntesten Repräsentanten der Familienaufstellung gehörenden Gunthard Weber und Diana Drexler haben im vergangenen Jahr in der Fachzeitschrift psychotherapeutisch im Gespräch den nachfolgenden kleinen historischen Abriss gegeben. Die Familienkonstellation wird von Bert Hellinger seit den 1980er Jahren aufgebaut und hat sich in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen und internationalen Bereich rasant verbreitet.

Sie hat ihre Ursprünge im psychodramatischen Morenos und im generationsübergreifenden Ansatz der Bewegungstherapie in der Familienforschung. Nach der Kontaktaufnahme von Bert Hellinger in den USA mit Repräsentanten der Familien- und in Deutschland mit der Bildhauerei verdichtete er Erkenntnisse mit Verfahren aus der Drehbuchanalyse und Aufstellenarbeit zu einer führerorientierten Kurzgruppentherapie. Eine der Teilnehmerinnen, in der Regel der therapiebegleitende Kranke, richtet eines der für ihn bedeutsamen System ein (in der Fachsprache der Systemtherapie, d.h. vor allem die Herkunftsfamilie oder die aktuelle Gastfamilie, aber auch professionelle Systeme), so dass für jedes zu gründende Familienmitglied ein Repräsentant aus den teilnehmenden Seminarbetreuern bestellt wird.

Anders als beim psychodramatischen Verfahren, bei dem diese Repräsentanten unmittelbar oder mittelbar gebeten werden, in die entsprechende Funktion zu gelangen, wird hier eine einfache Übernahme der Stellung (in einem bestimmten Sinne wörtlich die Haushaltsstellung auf der Bühne) der zu vertretenden Personen (Vater, Schwiegermutter usw. des Patienten) durch den Repräsentanten erwartungsgemäß und gefordert und bei der Befragung die sich aus seiner oder den durch den Betroffenen oder den Anführer verursachten Positionsänderungen ergebenden Wohlbehagen und Körperempfindungen festgestellt, d.h. ob er (der Repräsentant) sich wohl oder unbehaglich fühlt. zu sein.

Der stellvertretende Arzt weiss kaum etwas über die Patientenanamnese, außer den minimal bedeutsamen Ereignissen wie z. B. Todesfall, Abtreibung, Niederlage, Trennung wichtiger Verwandter des Pat., die der Direktor zu Beginn der Behandlung gefragt hat. Für den Analysten, der so etwas zum ersten Mal macht oder sich ein solches Videofilm anschaut, ist es überraschend, dass weder der Patient, noch der Direktor, noch die Vertreter nach anamnestischen Informationen fragen und diese noch weniger diskutieren.

Es wird jedoch nach Schuldgefühlen oder schmerzhaften Vorkommnissen gesucht, die meist bewusstlos verborgen blieben und somit die im Familienaufstellungsprozess bekannten Geheimnisse der Familie darstellen. Der Beweis dafür, dass es hier etwas gibt, was noch nicht enthüllt wurde, wird jedoch nicht so sehr durch linguistische Äusserungen gewonnen, sondern durch den Gemütszustand, durch die Verspannungen und affektiven Körperausprägungen der Repräsentanten, die durch die Raumverhältnisse, die NÃ??he und den Abstand zwischen den Positionsbesitzern und vor allem durch die im Verlauf der Konstellation auftretenden oder notwendi gen werden.

Die Bewegung, diese Veränderungen des Raumverhältnisses zu den anderen involvierten Menschen oder das Auftauchen von kleinen Gruppen, die sich aufeinander zubewegen oder davon wegbewegen und so weiter, wird auf der Grundlage des Zustands der betroffenen Menschen in Bewegung versetzt (Anfrage an den Leiter). In den meisten Fällen werden diese Bewegungsabläufe ganz simpel dadurch verursacht, dass der Führer eine eindrückt und die andere in die andere Seite hineinzieht und so weiter.

Aber das ist laut Hellinger und den Familienbetreibern überhaupt nicht der Fall. Die Führungskraft sucht nach den Positionen, in denen sich die Betroffenen wohlfühlen, in denen ein Ausbruch von Emotionen auftritt, in denen durch diese Neupositionierung Anspannung oder Lockerung verursacht wird und so weiter. Das ist, als ob man ein Rätsel löst oder zusammensetzt.

Das Kurzkommentar des Führers über diese Änderungen im Gesamtbild erscheint den Uneingeweihten anziehend, aber oft gibt es auch unwillkürliche Aussagen der Ersatzspieler, dass sie sich gut oder schlecht oder leer oder wütend oder wütend und so weiter anfühlen. Der Umstand, dass diese Spontanerfahrungen und Aussagen der Repräsentanten oft, wie sich später zeigt, der historischen oder aktuellen Wirklichkeit der vertretenen Menschen entspricht (die dem Repräsentanten nicht bekannt sind), hat zur Entstehung eines solchen geheimnisvollen Halbschattens der Methodik und zur Verallgemeinerung seines erfinderischen Bert Hellinger beizutragen.

Dieser Mythos, der nicht nur von strikt empathisch ausgerichteten Therapeuten und Sozialwissenschaftlern, sondern auch von vielen anderen Psychotherapieschulen nicht akzeptiert werden kann, ist ein wesentlicher Faktor für die wachsende Kritik an dem Verfahrens. Die andere betrifft die Persönlichkeit von Bert Hellinger selbst oder die Form der Darstellung und des verdächtigen Marketings.

The sociologist Oliver King schildert die kritische und entschuldigende Reaktion auf Höllinger und die Reaktion auf diese Reaktion, d.h. Abwehrreden, Korrekturen und eigene Enthüllungen, zum Beispiel in Gestalt von Anerkennungen (König, S. 510) und anderen Hinweisen auf Briefe an den Herausgeber zu einem kritikkritischen Beitrag in Psychology Heute 1998. Bezogen auf die Persönlichkeit von Bert Höllinger gibt es eine Mixtur aus kritischer Charakterisierung (autoritär, unfähig machend, feindselig heilender Stil, Proklamant der letzten Wahrheit, dogmatisch) und Entschuldigung (Annahme, eine zutiefst religiöse Persönlichkeit, eine Persönlichkeit mit einem großen und breiten Herzen), die wiederum das Spannungsfeld der Religionen verdeutlicht (König, S. 511).

Hellinger arbeitet auch Dogmatik in der Proklamation der von ihm vertretenen Ordnung des Daseins und der Freiheit - obwohl seine Vermutungen über starke Familienbande ansonsten in vielen der heutigen Bondtheorien wiederzufinden sind. Die ablehnende, kritisch wirkende Reaktion auf die Persönlichkeit von Bert Hellinger fand ihren vorläufigen Abschluss in dem vor etwa zwei Wochen in der ZEIT erschienenen, wohlbekannten Langartikel (geschrieben von Martin Buchholz), der mit einer Reihe von Fotos des Grossmeisters in der Praxis durchtränkt war und ihn in einem eher unvorteilhaften Lichteinfall präsentiert.

Höllinger ist - so der Tenor dieses Berichts - in seiner Einstellung nicht nur hochmütig, herablassend, arrogant, seelsorgerisch und in seinen Eingaben nicht nur rechthaberisch, andeutend, willkürlich, unsympathisch, sondern am Ende auch gesundheitsschädlich - so zum Beispiel ein Patient, der wegen der zerstörerischen Interpretation von Hellinger selbstmordet hat, was sie jedoch anerkennt.

Entdramatisierender und emotionalisierender, aber dennoch deutlich schärfer kritisiert, fiel auch das Fazit der Spezialkollegen Bert Hellingers von der Deutsche Fachgesellschaft für Systemische Therapien und Forschungen, die im Feber dieses Jahres eine Aussage zum heute noch jedermann zugänglichen Themenschwerpunkt Familienkonstellationen im Intranet abgaben: Nach Bert Hellinger stammt die Familienkonstellation nach Bert Hellinger aus wesentlichen Komponenten der Systemtherapie (Familienrekonstruktionen und Familienstrukturen), aber die aktuelle Praktik gibt dem Gesellschaftsvorstand Anlass zu klarer Kritik und Ängsten über eine mögliche Gefahr für den Mandanten.

Für diese Berufsgruppe schien diese Aussage unter anderem deshalb notwendig, weil sich die Familienaufstellung als systemische Behandlung darstellt. In der Aussage fährt Bert Hellinger fort, postuliert die existentielle Beschaffenheit gegebener Basisordnungen und Handlungshierarchien und stellt seine Begriffe, Deutungen und Eingriffe immer wieder mit einer Unbedingtheit dar, die die Selbständigkeit der Kunden stark einschränkt.

Zugleich zog er sich aus der seriösen und kritisch geführten Auseinandersetzung mit seinen Verfahren zurück und schien es vorzuziehen, von einer treuen Fangemeinde bewundert zu werden. Dabei werden viele systemische Grundlagen wie die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit gegenüber Menschen und Gedanken unterlassen. Zudem sind Familienkonstellationen in großen Gruppen mit dem Zweck, einen Publikumseffekt zu erzeugen, unmoralisch und müssen trotzdem abgelehnt werden.

Aber nicht Bert Hellinger als normgebender Lehrer, sondern ein breit angelegter Wissenschaftsdiskurs von Experten der Systemtherapie und Systemberatung sollte die Methoden der Familienaufstellung aufzeigen. Allerdings scheint weder eine so wirkungsvolle Medienkritik wie die von Martin Buchholz in der ZEIT noch naturwissenschaftliche Aussagen den öffentlichen Erfolg von Bert Hellinger zu mindern.

Aber das ist nicht der eigentliche Beweggrund, warum ich mich mit diesem Thema und dem PhÃ?nomen Bert Hellinger beschÃ?ftigt habe - solche Mode ist in der Nachmoderne nichts UnÃ?bliches und wird von Sozialwissenschaftlern auf eine kompetentere Art und Weise ausgewertet als ich es kann. Mich motivierte mehr, dass viele mir vertraute Psychotherapeutinnen und Therapeuten, die gut ausgebildet sind und selbst Psychopathen in der Therapie haben, neben ihren anderen Tätigkeiten auch Familienkonstellationen anbieten und zum Teil sehr von den Einsatzmöglichkeiten der Methodik überzeugt sind.

Ich war auch besonders erstaunt, als vor etwa drei Jahren eine Reihe solcher Kolleginnen und Kollegen sowie einige weitere Sozialwissenschaftler zu mir kamen und fragten, ob ich als Außenseiter daran interessiert sei, ihre Tätigkeit in Familienaufstellungen mit ihnen zu betrachten und zu erörtern. Das angestrebte Ergebnis konnten wir nicht erreichen, aber nicht, weil die psychoanalytische Analyse nichts dazu zu berichten hatte, sondern einfach, weil die Betroffenen in ihren Vorstellungen zur Bewegungstherapie in der Familie sehr gespalten waren.

Dazu kam noch die Erkenntnis, dass mir mehrere meiner Patientinnen und Studenten anvertraut haben, dass sie eine Familienaufstellung mit ihnen machen haben. Übrigens, die Aussage von Martin Buchholz, dass es in Deutschland derzeit wohl 2000 Familienstellen am Arbeitsplatz gibt, erscheint glaubwürdig, zumal auch andere Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker mir von Familienstellen mit ihren Patientinnen erzählt haben.

Für manche Menschen ist die Familienaufstellung Teil des Wochenprogramms, um einen spannenden Tag zu erleben, der unter guten Konditionen nur fünfzehn EUR kosten kann! Andererseits gab es Kolleginnen und Kollegen, die mir erzählten, dass sie Patientinnen und Patienten sahen, die nach einer Familienkonstellation eine Psychose aufwiesen. Einige meiner Patientinnen hatten eine Behandlung bei mir und erlebten trotzdem einen Psycho-Rezidiv.

Nun aber zur Kernfrage: Wie ist die Familienkonstellation zu begreifen und zu bewerten? Anstatt meine Thesen systematisch in Relation zu dem, was ich in Filmen erlebt habe, zu präsentieren, möchte ich Ihnen einige meiner informellen Verbindungen und Eindrücke nennen, die mittelbar auf solche möglichen Thesen deuten.

Im Übrigen haben sich viele der mir vertrauten Familienbetreiber in letzter Zeit, zumindest informell, von Bert Hellinger distanziert, was seine Erscheinung angeht, aber sie sind nach wie vor von den großen Chancen der Methodik überzeugt, insbesondere bei Psychosepatienten. Nachdem ich viel über die Suche nach dem noch nicht enthüllten Secret gelesen und vernommen hatte, dessen Enthüllung eine unmittelbare Abhilfe und Befreiung des Betroffenen brachte, hatte ich zunächst Verbindungen zu Krimiserien, die Neugier auf die Suche nach XY weckten und die Zuschauerzahlen entsprechend erhöhten.

Jetzt wird in der Familienaufstellung nicht der Papst angestrebt, sondern das Familiengeheimnis. Aber nachdem ich mehrere Betreiber kennen gelernt und die Gewissheit bekommen hatte, dass sie keine Schwindler sind - ich denke das auch in Hinblick auf Bert Hellinger, der trotz all seiner schweren Kurven einen aufrichtigen, glaubwürdigen Gesamteindruck macht -, ließ ich die These von der Geldverdienung im Zusammenhang mit dieser Gedächtnisleistung aufgeben.

Der selbst war gewissermaßen die höchstmögliche Art einer Hysterie eines großen Neurologe, der Sigmund Freud sechs Monaten lang anscheinend gar in seinen Bann gezogen hatte, als er, Ladcot, wie in einem Familienseminar Hysteriepatienten mit Hysterie in einer Reihe geheilt hatte. Doch auch diese Verbindung, die die Interpretation der ganzen Familienkonstellation und des ganzen Aufruhrs bei den Riesenereignissen als Hysterie und nachfolgende Hysterieepidemie nahelegt, war für mich nach langer Überlegung nicht so überzeugen.

Dabei denke ich viel an hysterische und hysterische Gabe und an die Befähigung des potenziell hysterischen Kranken (modern theatralisch), halb- oder unterbewusste Kontexte instinktiv zu begreifen und zu inszenieren. Die Gegenüberstellung der beiden Gruppierungen zeigte, dass die umgefallenen Waisenkinder deutlich mehr Separationen, Schäden und andere schwere Vorfälle in ihren Familien erlitten haben!

Auch wenn es sich bei einigen der Ereignisse auf der Bert Hellinger Bühne um Hysterieerscheinungen handelt, so hängen sie doch mit tatsächlichen Traumen und Geschehnissen in der Gastfamilie zusammen. Mein dritter Verein geht weit in die Vergangenheit zurück, bis hin zum antiken, an das griechische Schauspiel, das als eine der bedeutendsten Grundlagen für therapeutische Methoden wie die Familienkonstellation gilt.

Es geht in beiden FÃ?llen nicht nur um die linguistische, sondern auch um die rÃ?umliche, landschaftliche ReprÃ?sentation komplizierter ZusammenhÃ?nge in Familien-Dramen, bei der oft ein oder mehrere Secrets im Hintergrunde eine groÃ?e Bedeutung haben und bei denen die Akteure (die Akteure oder die Stellvertreter) nach Möglichkeit ihre eigenen Problemfelder nicht in den Interaktionsprozess einbringen sollten (vgl. Hellingers entsprechende Einladung an die Abgeordneten und die andere Schicht im alten Theater: die tÃ?gliche Auflage der Schauspieler).

Letztendlich - und das scheint mir besonders merkwürdig - spielte die Position der Schauspieler und ihre Bewegungen im Weltraum auch im alten Stadttheater eine wichtige Funktion, das eines der Grundprinzipien in der Familienaufstellung darstellt: Entscheidend für die Suche nach der richtigen Ordnung sind die Standpunkte der Repräsentanten und vor allem das Raumverhältnis der Standpunkte und das sich im Verlauf der Konstellation ändernde Schema der Einzelpositionen. Sie lösen gewissermaßen versuchsweise die Beeinflussung und Spannungssteigerung aus, aber dann auch das Erleichtern und - um mit Bert Hellinger zu sprechs agen - die rechte Ordnung.

Im Übrigen: Ich will hier nicht über die Ordnung der Hingabe und des Daseins in der Metaphysik oder Theologie sprechen, wie Hellinger sie auslegt. Bei der Betrachtung von engagierten, fähigen Führern in Familienstellen stelle ich Gemeinsamkeiten mit dem Werk eines Plastikers, eines Springers, eines Musikers, auf.... Obwohl man bei manchen der Fleiß, mit dem mutige Führer (und nicht coole Wesen wie Hellinger) die stellvertretenden Positionen immer wieder wechseln und dies oder jenes wie einen übertriebenen oder artifiziell dramatisierenden Actionismus erproben, den Eindruck hat, dass es sich um echtes authentisches Bemühen, um die Suche nach dem Optimum, um die Produktion einer zufriedenstellenden Figur in einem für das Cyberleben der Betroffenen so bedeutsamen Rätsel handelt, zumindest von den ernsthaften Vertreter.

All dies, zusammen mit den teils realitätsnahen, teils desinformativen Reportagen über Bert Hellinger, könnte den irrtümlichen Anschein erwecken, dass er sich nicht wirklich für den Menschen als solchen interessierte, dass es ihm nicht in erster Linie um das Wohl des Menschen ging, sondern um die Bekräftigung der etwas esoterischen Liebesordnungen oder, wie man in den vergangenen Jahren hört, um die Seelenbewegungen.

Im Gegensatz dazu empfinde ich ihn gerade bei Psychopatienten als sehr vorsichtig, sensibel und sehr ängstlich, den Pflegebedürftigen selbstverliebt, zum Beispiel mit Kurzbemerkungen, zu erstarken. Gleich zu Beginn sagt der Höllinger zu dem kleinen geschizophrenen Patienten: "Du bist ziemlich tapfer, das so anzugehen.

In einem anderen vergleichbaren Beispiel auch ein junger Kranker, halbschwer, halb ernst, halb scherzend: Du wirkst hier der Klügste, ein Klügste (was mittelbar darauf hindeutet, dass sie beide, der kleine Kranke und Hellinger selbst, hier die Klügsten sind, eine biblische Allmacht à la Kahn). Selbst wenn kurz darauf Urteile fallen, die den Betroffenen etwas schlagartig auf den Grund der Wirklichkeit zurückbringen, hat man das Gefuehl, dass dies auch gut gemeint und gewissermaßen als erste vorbereitende Übung zum programmatischen mehr oder weniger dann stattfindenden Schwingen zwischen den Fesseln zu anderen Menschen oder aber zu sich selbst, zur eigenen Selbsteinschaetzung - Schwingen innerhalb des Widerspruchs selbst und Fremd-Idealisierung versus Selbst- und Fremdverschiebung erfolgt.

Das oft geäußerte Image eines arroganten, eigenwilligen, eigenwilligen, mittelbar sadistischen, unbarmherzigen Höllingers, der mit seiner Vollmacht und seinen Äußerungen die Betroffenen zur Hoffnungslosigkeit oder gar zum Suizid zwingen kann, stimmt also nach meinen Erkenntnissen und Erkenntnissen nicht mit der Wirklichkeit überein, obwohl bisweilen, wenn auch nur in Ausnahmefällen, einige Dinge in der Misstrauensrichtung nicht abweisbar sind. Und wenn ja, wie kommt es zu diesem therapeutischen Effekt?

Meine oben genannten Spontanverbindungen zum Thema Familienkonstellation korrespondieren unmittelbar oder mittelbar mit vier Thesen zur Erläuterung des Erscheinens der Familienkonstellation: Die erste Thesen, es ging um Schwindel, Geldverdienen, Scharlatanerei, medienwirksame Selbsteinschätzung, et cetara, lehnte ich früher ab, zumindest im Hinblick auf die ernsten Führer und Teilnehmenden. In der zweiten These, der Familienkonstellation, gibt es in ausgezeichneter Form adäquate Voraussetzungen für die Produktion hysterischer (theatralischer) Stagings, in denen eine bestimmte Entlastung von Stauungen und eine Quasi-Offenbarung erfolgt, in denen aber das Tatsächliche, d.h. die Intrapsie, der Konflikthaftigkeit oder das Konfliktdilemma unterdrückt bleiben und damit keine maßgeblichen Fortschritte erzielt werden - diese Kritik an mir ist nur teilweise richtig.

Meiner Meinung nach ist die Erkenntnis über die enorme Kraft der familiären Bindungen (gut und schlecht), die mit Mystery Beatmung, aber auch mittelbar ohne sie stattfindet, nicht zu verleugnen und stellt den wichtigsten Therapiefaktor dar. Der Ausdruck des Familiendramas, auch in den vorangegangenen Erzeugungen und ohne viele Wörter, aber nur durch die Lokalisierung und die Fortbewegung, erlaubt in gleicher Art und Weise wie in der alten Katastrophe eine Teilnahme und Entspannung, die sonst nicht leicht zu erreichen ist, und möglicherweise auch eine dauerhafte Sicht.

Der Ernst und das glaubwürdige aufrichtige Commitment des Führers, aber auch die unterstützende, fürsorgliche, partizipierende Gemeinschaft erlauben dem Betroffenen eine neue Beziehungserfahrung, die die Fälschungen und Desinformation und Heuchelei der Sprachen gerade durch die Unmittelbarkeit der überwiegend raumbezogenen NÃ??he und Entferne meidet und es ihm ermöglicht, das psychotische Dilemma Ã?hnlich der uns in der Praxis der Psychosebehandlung mit Hilfe des Aktionsdialogs kannten zu lindern.

Es werden viele wesentliche Vermutungen und Handlungen der Familienbetreiber außer Acht gelassen, die von dieser These nicht abgedeckt werden. Im Familienstellen sucht jeder, man könnte beinahe, mal obsessiv, nach dem Secret aussprechen. Andererseits bemühe ich mich, den Streit, das Problem und eine passende Formel zu findet, die ihn in seiner speziellen Gestalt beim Menschen einfängt.

Es könnte behauptet werden, dass das Secret und seine Enthüllung stillschweigend den Widerspruch oder das Problem implizieren. Aber ich denke, es wäre vernünftiger und wirksamer, wenn Schuldgefühle, der daraus resultierende Rassenhass und Eigenhass und vor allem die Mehrdeutigkeit deutlicher zum Ausdruck gebracht würden, und dann müssten die Patientinnen, die beinahe immer wieder auf die Buehne gebracht werden, fuer sich selbst sprechen.

Kaum vorzustellen, dass eine einzigartige Familienkonstellation, auch wenn sie im Idealfall den beschriebenen Ausdruck und Einblick in das Thema (mit und ohne Mysterium) erlaubt, das Erscheinen von psychotischen Lösungsansätzen überflüssig machen kann. Die einzige zu behandelnde Fragestellung ist, ob eine oder mehrere Familienkonstellationen des Betroffenen bei dieser Therapie von Vorteil sein können.

Psychotherapeuten, die zugleich Familienkonstellationen machen, haben übrigens den Anschein erweckt, dass psychotische Patientinnen und Patientinnen vor allem als Repräsentanten in solchen Familienkonstellationen davon auskommen. Die Tatsache, dass sie eine eigene Familiengründung vornehmen, ist rar, schwer und kann auch zu Schwierigkeiten mit sich bringen. Im Großen und Ganzen scheint es mir trotz der oben beschriebenen Negativaspekte und Gefährdungen nicht gerechtfertigt, Familienkonstellationen von vornherein als ausgeschlossen zurückzuweisen; im Gegenteil, mir scheint es durchaus wahrscheinlicher, dass sowohl im Allgemeinen als auch im Falle von psychosomatischen Erkrankungen die Befürwortung des zeichenhaften Begreifens des bisher Unverständlichen vorangetrieben werden kann.

Selbst wenn die Moden für dramatische Großereignisse oder gewohnheitsmäßige Familienkonstellationen im Geschehensstil in absehbarer Zeit abnehmen und dann verschwinden können, wünsche ich mir, dass ein negativer Einfluß auf Dauer bestehen bleibt, und zwar nicht nur im Sinn eines breit angelegten öffentlichen Bewusstseins für Familiendynamiken und transgenerationale Verbindungen,

aber auch für Profis, d.h. für uns alle, als Ansporn, Methoden einzusetzen und weiterzuentwickeln, die die lebendige Verkörperung von intrapsychischen und zwischenmenschlichen Prozessen vorantreiben, die, wie wir wissen, gerade für unsere Psychopatienten von hohem Wert sein können.

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