Systemmanagement

Anlagenverwaltung

Ein System-Management-Tool zu wählen ist eine Herausforderung für jedes Unternehmen. Das Systemmanagement ist durch die zunehmende Komplexität der IT-Infrastrukturen unverzichtbar geworden. Wie ist Systemverwaltung? Die Systemverwaltung beinhaltet die Kontrolle aller Abläufe einer Unternehmung. Dabei sind alle Applikationen, Middelware, Betriebssysteme, Netze, Bediener und deren Bestandteile zu berücksichtigen.

Das Systemmanagement beinhaltet die Analyse, das Systemdesign und die Entwicklung des Systems. Die Bezeichnung Systemmanagement ist stark mit dem des Netzwerkmanagements verknüpft.

Das Systemmanagement konzentriert sich auf die Funktionalität aller Abläufe, zum Beispiel die innere und äußere Verständigung, sowie das reibungslose Arbeiten der einzelnen Anlagen, zum Beispiel Applikationen, während sich das Netzwerkmanagement auf die physischen Netze als Ganzes konzentriert. Beide werden zentral verwaltet. Im Systemmanagement stehen Systemstabilität und hohe Verfügbarkeit im Vordergrund.

Dies bedeutet in der Realität, dass die Anlagen durch Redundanz und Parallelbetrieb gleicher Bauteile vor Störungen gesichert sind. Außerdem müssen die wesentlichen Informationen und Programme immer verfügbar sein. Die typischen Aufgaben im Netz- und Systemmanagement umfassen die Bestandsaufnahme von Hard- und Software, die proaktive Überwachung von Hardware und Applikation mit Berichterstattung über Performance-Probleme, die Sicherstellung der Netzperformance und ausreichender Speicherkapazität, die Reduzierung von Zeit und Kosten der Fehlerbehebung, den Einsatz in virtuellen Netz- und Cloud-Landschaften, die vereinfachte Administration und eine ganzheitliche Sicht auf das Netz und die Applikation.

Weil einige Applikationen äußerst sensibel auf Verspätungen und Paketverlust reagiert. Überwacht werden die Netze in der Regel über die beiden Zusatzprotokolle SNMP (Simple Network Management Protocol) oder WMI (Windows Management Instrumentation). Oft werden zur Netzwerküberwachung sogenannte "Software-Agenten" eingesetzt. Hierzu zählen beispielsweise das etwas alte, aber immer noch weit verbreitetere Unix-Programm Nagios, die neuen Programme "OpenNMS" und "Shinken" sowie die kostenlosen Programme "Cacti", "MRTG" oder "Zabbix".

Die Produkte der großen IT-Anbieter sind "HP Open View", "IBM Tivoli" und "Microsoft Operations Manager". Netzwerk-Sicherheit ist eines der Hauptthemen beim Systemmanagement. So kann festgelegt werden, welche Anschlüsse von außerhalb erreichbar sind und über welche Anschlüsse nach außerhalb gesendet werden können.

Auch die so genannte SPI-Firewall ( "Stateful Packet Inspection") identifiziert die an den offenen Schnittstellen eingehenden Pakete, die unaufgefordert von außerhalb ankommen oder zu einer nicht autorisierten TCP-Kommunikation zählen. Weil Angreifer gern Schadprogramme wie z. B. Würmer, Trojaner und andere Schadprogramme einsetzen, sollten Netze mit Antivirenprogrammen ausstatten. Ein vollständiges Sicherheitskonzept umfasst auch Komponenten wie z. B. Massnahmen, die vertrauliche Informationen im Netzwerk halten und vor unberechtigtem Zugang bewahren (Data Leckage Prevention) und Schachpunkte wie SQL-Injektionen oder unzureichende Patchs unterdrücken.

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