Tinnitus Zentrum Schweiz

Nervensystem Schweiz

Im St.Galler Rheintal am östlichen Ende der Schweiz finden Sie uns. Tinnitus manifestiert sich durch die Wahrnehmung eines pfeifenden Geräusches oder von Geräuschen ohne externe Geräuschquelle im Hörnerv, im Hörzentrum des Gehirns (zentraler Tinnitus) und durch Stress. Sie finden Informationen auf unserer Website der Tinnituszentrum Schweiz GmbH.

Ohrpfeifen - Tinnitusbehandlung und Wundheilung in Luzern

Auch bei Tinnitus bleibt die Lebenssituation erhalten! In unseren Praxenräumen wird eine qualitativ hochwertige und nach dem neusten Wissensstand der Medizintechnik erbrachte ärztliche Betreuung angeboten. Auf eine gute Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen sowie auf unseren patientennahen Dienst, z.B. bei der Terminvereinbarung, wird großer Wert gelegt. In diesem Zusammenhang sind wir sehr dankbar. Der Schweizerische Hörtag 2017 wurde am 26. Oktober 2017 in Bern unter dem Titel "People in Focus" durchgeführt.

Hoffen auf Schweigen im Kopfe - Nachrichten Wissen: Humanmedizin & Physiologie

Die unauffällige schwarzen Geräte sind so winzig wie eine Zündholzschachtel und haben eine große Herausforderung vor sich: Der Neuro-Stimulator soll chronisch tinnituskranke Menschen von ihren Schmerzen erlösen. Allein in der Schweiz werden mehrere Zehntausende Menschen auf eine Behandlung mit Aufhören zu pfiffen, zu läuten, zu zischen oder zu brummen in ihren Köpfen gespannt sein (siehe Beitrag unten rechts).

Gemäss der Schweizerischen Tinnitusliga (STL) erleiden rund vier Prozentpunkte aller Erwachsener die Geräusche, die sie seit mehr als drei Wochen begleitet, ihnen das tägliche Überleben erschwert und ihnen in der Nacht den Schlafrhythmus raubt. Eine davon ist der heutige Herr der Schweiz. Seit anderthalb Jahren leidet er unter Tinnitus. "Am Anfang hat mich das stetige Pfiffen zu massivem Schlafversagen und Konzentrationsschwäche geführt", gesteht Jan Bühlmann vor kurzem in einem Gespräch mit der "Schweizer Illustrierten".

Aktuelle Therapieansätze für chronische Tinnitus, die in der Regel als "Umschulung" bezeichnet werden, haben zum Ziel, den Patienten beizubringen, mit dem Klang in den Ohren zu wohnen, ihre Konzentration auf andere Dinge zu richten und sich trotz des Klangs zu erholen. In einigen Fällen werden auch so genannte Lärmgeneratoren oder Tinnitusmasken in der Umschulungstherapie verwendet.

Es erinnert an ein herkömmliches Hörsystem, erzeugt aber ein Geräusch, das den Tinnitus umgibt. Jüngere Techniken haben sich jedoch zum Zweck gemacht, den Tinnitus wenigstens bis zu einem gewissen Grad zum Schweigen zu bringen. In Deutschland werden alle drei Behandlungsmethoden bereits an Patientinnen und Probanden ausprobiert, zählen aber noch nicht zu den etablierten Behandlungsmethoden. Arzneimittel gegen Tinnitus werden derzeit auch in der Klinik ausprobiert.

Allen heutigen Konzepten ist eines gemeinsam: Sie entfalten ihre Wirksamkeit im Hirn, nämlich in gewissen Bereichen des auditorischen Kortex, wo die Neuronen ihre Signalwirkung nicht mehr hintereinander, sondern alle zur gleichen Zeit entfalten. CR-Neuromodulation soll die synchronen Überaktivitäten der Neuronen durch gezieltes akustisches Signal, das spezifisch auf den entsprechenden Tinnitus eingestellt ist, unterbrechen.

Der Patient ist in der Lage, die Tonsequenz in einem akustisch wahrnehmbaren Volumen zu hören und wird dann auf seinen Stimuli übertragen. Betroffene sollten das Produkt einige wenige Std. am Tag über mehrere Monaten nutzen. "Die Besonderheit der CR-Neuromodulation ist, dass sie den Tempo ändert, in dem die hyperaktiven Zellen feuern", sagt Peter Tass vom Wissenschaftszentrum Jülich.

"Auf diese Weise kann eine nachhaltige Entlastung des Tinnitus erreicht werden. Als Beweis dafür hat Tass eine klinische Studien mit derzeit 63 Patientinnen und Patienten mit chronischem Tinnitus gestartet. Bei den Gruppen eins bis vier werden die Patientinnen und Patientinnen drei Monaten lang mit unterschiedlichen Zahlen und Reizdauern aufbereitet. Die fünfte Runde wird mit einer Scheinbehandlung bestraft.

"Die besten Resultate nach den ersten drei Monate zeigte die erste Patientengruppe, in der zehn Patientinnen und Patientinnen vier bis sechs Std. am Tag mit je vier Farbtönen angeregt wurden", sagt Tass. In einigen Fällen verschwand der Tinnitus gar vollständig. Die von Christo Pantev vom Lehrstuhl für Biowissenschaften und Biomagnetik und Biosignalanalyse an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelte Klangtherapie zielt auch darauf ab, die fehlgeleiteten Nervenzelle mittels akustischer Stimuli zu reorganisieren.

Aus den Lieblingsmusikstücken ihrer Patientinnen und Kunden haben Pantev und seine Mitarbeiter die Häufigkeiten des entsprechenden Tinnitus ausgefiltert. Für ein Jahr sollten die Betreffenden diese Musiktitel etwa zwei Std. am Tag durchhören. Dass diese ungewohnte Therapieform auch wirklich wirken kann, ergab eine Untersuchung mit 16 Freiwilligen (PNAS, Band 107, S. 1207).

In den acht betrachteten Patientinnen und Therapien sanken sowohl das Volumen des Ohrgeräusches als auch die Aktivitäten der fehlgeleiteten Nervenzelle, während in den anderen acht mit der Scheindosis-Therapie therapierten Patientinnen und Therapeuten keine Vergleichsveränderungen beobachtet wurden. "â??Wir testen derzeit die verschiedenen Frequenzstufen und therapieren die verschiedenen Hirnregionenâ??, sagt er. Hier ist der Tinnitus mit positiven Gefühlen verbunden.

Es wird erwartet, dass die Resultate von drei Untersuchungen, in denen der Wirkungsstoff Neramexan des französichen Pharmakonzerns Merz an rund 1200 Patientinnen und Probanden erprobt wird, in den nÃ??chsten Tagen vorlegen werden. In den Nervenzelle blockt Neramexan zwei Empfänger, die für die Übertragung von Signalwegen erforderlich sind. Die bereits abgeschlossenen Untersuchungen mit mehreren hundert Patientinnen und Probanden zeigen, dass der aktive Stoff Tinnitus mildern kann.

Die wahrscheinlich besten Ergebnisse auf lange Sicht werden nur durch eine kombinierte Anwendung unterschiedlicher Methoden erzielt. Kathleen Westphal vom Tinnituszentrum Schweiz ist ebenfalls bis auf weiteres skeptisch: "Studien mit neuen Tinnitustherapien gibt es seit Jahren und immer mit den gleichen Ergebnissen: Tinnitus wird ruhiger, ändert sich nicht oder wird lauter", sagt sie.

In diesem Zusammenhang wartete die Schweiz auf den Erfolg der neuen Therapie und arbeitete bis dahin weiter mit der Umschulungstherapie.

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