Untergewicht

Mindergewicht

Wissenswertes über Untergewicht! Mindergewichtige werden oft als "Bohnenstange", "Bügelbrett" oder "Spargel-Tarzan" bezeichnet: Wenn du sehr schlank bist, ist es nicht immer einfach. Aber auch aus ärztlicher Perspektive heißt "dünn sein" nicht zwangsläufig "gesund sein". In Deutschland sind nach Daten des Bundesamts für Statistik fast 2 Mio. Menschen minderwertig.

Davon sind vor allem in der Altersklasse zwischen 14 und 29 Jahren wesentlich mehr Menschen als MÃ?

Im Rahmen der Auseinandersetzung mit magersüchtigen Modellen rückt der pathologische BMI unter 17 in den Blick. Es sind nicht nur Menschen mit Ernährungsstörungen davon berührt, sondern auch solche, die nicht an Gewicht zulegen oder an einer Chronifizierung leidet. Untergewichtige sind nicht zwangsläufig minderwertig. Manche Menschen nehmen durch ihren Stoffwechsel nicht zu und sind ein Leben lang mager.

Vor allem in den westdeutschen Industriestaaten sind solche Erbfaktoren oder Stoffwechselerkrankungen öfter die Ursache für Untergewicht als z.B. Fehlernährung wie in Schwellenländern. Wird zwischen Untergewicht und Fehlernährung unterschieden, muss man auch zwischen ungenügender Nahrungsaufnahme einerseits und Nahrungsverlusten aufgrund mangelnder oder ungenügender Nutzung andererseits differenzieren.

So können beispielsweise chronisch entzündete Mund- und Rachenraumpatienten nur begrenzte Mengen an Lebensmitteln konsumieren, während Patientinnen und Patientinnen mit Laktoseintoleranz die von ihnen konsumierte Ware nicht gut gebrauchen können. Es ist bekannt, dass Ernährungsstörungen wie z. B. Bleimie und Anorexie zu Fehlernährung und Untergewicht bis zum Tode mit sich bringen können. Weit weniger bekannt ist jedoch die Tatsache, dass ältere Menschen zunehmend an Fehlernährung und damit an Untergewicht leiden.

Neben Finanzproblemen und schweren Erkrankungen sind der Appetitverlust, physische und psychische Beeinträchtigungen oft ein Anlass für die so genannten "pudding seniors".

Begriffsbestimmung

Bei Endpunkten von Normal- und Untergewicht ist es nicht möglich, eine genaue Definition vorzunehmen, da viele einzelne Bioparameter zu berücksichtigen sind. Die BMI-Klassifizierung (Body Mass Index) bezeichnet einen BMI von 18,5 kg/m2 und darunter als Untergewicht für Standardisierungszwecke. Allerdings ist zwischen Untergewicht und Fehlernährung zu unterscheiden.

Untergewichtig zu sein bedeutet nicht unbedingt, dass ein krankheitsbedingter Engpass an Energien und Nahrungsmitteln besteht, während Mangelernährung stets von Defizitsymptomen begleitet wird. Es wird zwischen primärer und sekundärer Art der Fehlernährung unterschieden. In der Primärform sind zwar nicht genügend Lebensmittel und essentielle Nährstoffe vorhanden, in der Sekundärform sind dagegen Erkrankungen oder Arzneimittel die Hauptursache.

Verglichen mit den Entwicklungslaendern, in denen zum Teil knapp 50% der Erwachsenenbevoelkerung untergewichtet sind, sind die westliche Industrielaender verhältnismaessig schwach vertreten. Die USA haben 3,5% der Menschen unter Untergewicht und Frankreich 4,9%. Auch wenn die Prävalenz von übergewichtigen Menschen in unseren Breitengraden steigt und ein ernstes Nahrungsproblem unserer Zeit ist, sollte das Thema Untergewicht nicht vernachlässigt werden.

Die meisten Untergewichte in den Ländern der westlichen Industrieländer werden durch eine Erkrankung oder eine Fettstoffwechselstörung verursacht, weniger oft allein durch die Ernährungsweise. Die folgenden Gründe können die Gründe dafür sein, dass die verbrauchte Lebensmittel schlecht genutzt werden und Untergewicht die Folgen ist: Gründe für einen ungewöhnlich starken Proteinverlust: Ein vermehrter Stoffwechsel (Abbau-Stoffwechsel) kann die Folgen eines höheren Nährstoffbedarfs (verursacht durch Entzündungen, maligne Tumore oder gewisse Medikamente) oder Stoffwechselerkrankungen wie Hyperthyreose, Nebenniereninsuffizienz, Zuckerkrankheit oder Simmondsche Erkrankung sein.

Die idiopathische Anorexie (Anorexie) ist eine erblich bedingte Abweichung, bei der in der Regel trotz erhöhter Energieaufnahme keine signifikante Zunahme des Gewichts erzielt werden kann. Allerdings treten Unterernährung und das damit verbundene Untergewicht vor allem bei älteren Menschen häufiger auf. Untergewichtig ist in der Regel mit einer unzureichenden Versorgung mit lebenswichtigen NÃ??hrstoffen und/oder Spurengasen verbunden.

In der Regel befindet sich dann zu wenig Blutkalium (Hypokaliämie). Untergewichtige Schwangere haben ein höheres Sterberisiko und ein niedriges Geburtsgewicht des Säuglings. Das Untergewicht fördert die Entwicklung der Osteoporose, auch bei jungen Menschen. Das ist eine besonders schleichende Konsequenz, denn die Erkrankten empfinden nichts davon, sie können sich rundum wohlfühlen und können zum Beispiel ausgezeichnete Leistungssportler sein.

In der Untergewichtstherapie geht es um die Nährstofftherapie der Anorexia national. Untergewichtige Menschen brauchen natürlich nicht zwangsläufig eine psychische Versorgung. Der durchschnittliche Energiebedarf für die Behandlung von Menschen mit Untergewicht liegt bei 2500-3000 kg/Kal.

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