Vata (Ayurveda)

Zart und spontan: Der Vata-Typus

Vata heißt der luftig-leichte und kreative Ayurveda-Typus. Das Wort steht für Wind, Luft und Äther. Von den drei Doshas, den Lebensprinzipien, beschreibt Vata Energie und Bewegung. Klingt gesund und gut, aber auch dem Vata Typen drohen spezifische gesundheitliche Risiken, denen mit einem entsprechenden Umfeld und einer auf die körperlichen Eigenschaften abgestellten Ernährung entgegengewirkt werden kann.

Spontan, aber nicht immer zuverlässig

Ayurveda

Vom Erscheinungsbild her kann man sich Menschen mit Vata-Konstitution am besten vorstellen wie einen Marathonläufer oder ein Model. Sie haben zarte, eventuell sehnige Gliedmaßen. Oft sind sie besonders groß oder besonders klein. Ihre Haut kann dünn und empfindlich sein, bräunt schnell, was aber gleichzeitig auch ihre frühe Alterung weiter beschleunigt. Kleine, flinke Augen passen zum Vata ebenso wie krauses Haar und mehr oder weniger auffällige Fehlstellungen der Zähne. Charakterlich sind die Vata Typen Neuem gegenüber aufgeschlossen, reagieren spontan – leider auch dort, wo es nicht angebracht ist, zum Beispiel beim Geldausgeben. Während die Umwelt auf ihre Leichtigkeit positiv reagiert, ecken sie mit einer Sorglosigkeit und Vergesslichkeit bei Absprachen häufig an.

Vata (Ayurveda)
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Vata heißt der luftig-leichte und kreative Ayurveda-Typus.

Rastlosigkeit und Untergewicht

Die Beschreibung von Physis und Charakter weist schon auf mögliche Gesundheitsprobleme hin. Wer sich viel bewegt, aber das Essen vergisst, gerät schnell in ein Untergewicht. Verdauungsprobleme, die beim Vata Typus ohnehin häufiger als im Durchschnitt der Bevölkerung auftreten, können sich dadurch verstärken. Wer für längere Zeit sein inneres Gleichgewicht verliert, hat mit Schlafstörungen, Nervosität oder sogar Ängsten zu kämpfen. Fasten – ansonsten eine oft sinnvolle Methode im Ayurveda – verbietet sich beim Vata Typus, denn es würde die negativen Einflüsse verstärken.

Gemütlichkeit und Wärme

Musik ist Balsam für Menschen mit dominantem Vata. Am liebsten würden sie dazu tanzen, aber als Kontrapunkt zu ihrer Geschäftigkeit sind klassische Stücke eher zu empfehlen. Sorgen Sie zu Hause für Wärme, zum Beispiel in einem Lieblingssessel mit einer Decke aus Seide oder Baumwolle. Vielleicht gibt es einen Partner, der Sie mit einer sanften, warmen Ölmassage verwöhnt. Wenn nicht, nutzen Sie die Zeit für eine spirituelle Meditation und kommen Sie so zur Ruhe. Wenn es in Alltag möglich ist, bereiten Sie sich lieber drei statt nur einer warmen Mahlzeit zu. Das soll aber kein Fastfood sein – dann verbringen Sie besser die Mittagspause draußen auf der Parkbank und essen in Ruhe aus der Lunchbox. Ein heißer Tee ersetzt die warme Mahlzeit und sorgt dafür, dass der Vata Typus innerlich nicht friert. Süß oder sauer ist beides möglich, salzige Lebensmittel werden gut vertragen. Nur von belastendem scharfen Essen und Kohlgemüse sollten Sie sich fernhalten. Wegen der Wärme ist gekochtes Gemüse, etwa Spargel, Möhren und Süßkartoffeln, der Rohkost vorzuziehen.

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