Was ist ein Anthroposoph

Wer ist ein Anthroposoph?

mw-headline" id="Literatur">Literatur Literatur Anthroposophiker sind die Nachfolger und Repräsentanten der von Rudolf Steiner ausgearbeiteten antroposophischen Geowissenschaft. Zusammen ergeben sie die globale Anthroposophie als geistliche Gemeinde von Freiwilligen, die teilweise in verschiedenen Freiwilligeninitiativen, vor allem aber auch im Sinne der Antroposophischen Gesell-schaft auf verbandsrechtlicher Basis gestaltet ist. Die Suche nach geistlichem Wissen und einer darauf aufbauenden Lebensweise ist das innere Bedürfnis des Herzens der Menschen.

Anthroposophisch ist die Strömung sozial und ideologisch-religiös sehr unterschiedlich, die Deutung von Steiners Werken ist inhaltlich und massenhaft uneinheitlich (28 Texte und rund 5900 Lesungen zu den verschiedensten Lebensbereichen). Anthroposophiker, betont Rudolf Steiner in der ersten seiner antroposophischen Prinzipien: "Aus diesem innersten Notstand heraus engagieren sie sich für das Erforschen der Antroposophie und bemühen sich, sie für alle Lebensbereiche nutzbringend einzusetzen.

Das Wissen um die Wiedergeburt und das Schicksal in einer unserem heutigen Zeitalter der Bewusstseinsseele angemessenen Gestalt, die auf der geistigen Befreiung des Einzelnen beruht, hat eine ganz spezielle Lebensbedeutung.

"? Die embroposophische Weltanschauung ist eine Veralberung der Menschheit."

Von Rudolf Steiner (1861-1925), dem Gründer der so genannten Antroposophie, kommt die waldorfliche Lehre. Die 1943 geborene Irene Wagner ist Doktorandin der Pädagogik und hat für unterschiedliche Schultypen als Dozentin gearbeitet. Sie hat im Spätsommer 2012 das Werk "Rudolf Steiner's Long Shadow" veröffentlicht. Nicole Wagner: Natürlich empfinde ich es als erschreckend, dass diese Wahl gefallen ist. Es zeigt aber einmal mehr, dass anthroposophische Wissenschaftler viel Einfluß haben.

In diesem Zusammenhang möchte ich daran zweifeln, dass er sogar eines von Rudolf Steiners pädagogischem Werk oder eine andere seiner Schriften kannte. Andernfalls müsse er wissen, dass das Prinzip der Waldschule nicht mit dem Erziehungsauftrag einer staatlichen Grundschule vereinbar sei. Aber ich muss auch feststellen, dass sich auch die Union Bildung und Naturwissenschaften nicht für dieses Fach interessierte: Am vergangenen Tag, als ihm die Unterschriftenaktion gegen die Hochschule vorgelegt wurde, wollte er keine anthroposophische oder andere esoterische Lehrmethoden oder -inhalte tolerieren.

Die Waldorfschule ist in der Realität nicht immer die gleiche und nicht die gleiche wie zu Steiner's Zeit. Die Waldorfschule ist in der Tat nicht in allen Fällen gleich. Trotzdem sind Steiners esoterische Grundideen intakt. Natürlich werden sie nicht in der öffentlichkeit proklamiert, das geschieht "hinter den Kulissen", wie Steiner selbst es ausdrückte.

Waldorfpädagogen sind an das Steiner-Konzept geknüpft, es ist Teil ihrer Erziehung. Nicht Steiners Entdeckung, sondern das Ergebnis der reformpädagogischen Arbeit ist das, was dem Laie an den Walldorfschulen gefällt. Handelt es sich dabei um "Rudolf Steiners langen Schatten", wie Sie Ihr Werk von 2012 nannten? Nicole Wagner: Ja, als Abschattung, da die auf ihn bezogenen Einrichtungen nicht einmal die Möglichkeit haben, sich weit weg von ihm zu entfalten.

Einige Menschen glauben, dass man anthroposophische und so genannte Handlungsfelder voneinander abgrenzen kann. Aber das ist überhaupt nicht möglich, denn am Ende beziehen sich alle auf ihn. Könnte sich die anthroposophische Philosophie nicht wenigstens vom groben Teil ihrer Theorie lösen? Und dazu würde ich nicht einmal "Theorien" aussprechen.

Es hat nichts mit Naturwissenschaft zu tun, was Steiners Produktion dort hervorgebracht hat, das ist völliger Irrealismus. Haben die Menschen in der Antroposophie das nicht teilweise verstanden und hinter sich lassen können? Weshalb werden sie immer noch für Steiners Tod kritisiert? Nicole Wagner: Entweder sind sie Steiner-Follower, dann müssen sie dieses ganze Ideengebäude mit sich führen, oder sie müssen auf das Ganze verzichten.

Der Anthroposoph besteht darauf, dass das, was Rudolf Steiners gesagt hat, ausgeklügelt ist und nach wie vor gültig ist. Bei Irene Wagner: Es gibt diesbezüglich Kritiken. Dann wird die Vorwürfe teilweise anerkannt, und teilweise wird auch bereut, dass es solche Ströme gab. Doch am Ende des Tages bleiben Sie Steiners Treue.

Es gibt bereits zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen über die Antroposophie. Nicole Wagner: Das Neue an mir ist, dass ich alle drei Praxisbereiche bearbeitet habe, auf die sich andere nur individuell beziehen: Waldorfpädagogik, biodynamische Landbau und antroposophische Mediziner. Warum ist es mit Steiners Tod? Nicole Wagner: Es geht mir darum, zur Klärung einen Beitrag zu leisten, denn ich stelle fest, dass anthroposophile Menschen sehr unternehmungslustig sind und sich bemühen, ihr Reich immer weiter auszubreiten.

Rudolf Steiners ursprünglicher Gedanke war es, die anthroposophische Philosophie als Bewegungsform zu erweitern. Außerdem habe ich angesprochen, was ein rassistischer und antisemitischer Steiner ist. Ich habe das dann Jahre lang gemacht, habe die Original-Waldorfliteratur studiert, dann Rudolf Steiners Medizinkurs, seinen Landwirtschaftskurs und den Heilpädagogikkurs.

Grobe Verwurzelung hin und her - wie schädlich ist zum Beispiel die homöopathische Medizin, die auf Steiners Werk zurückgreift? Nicole Wagner: Das ist ein Fehler. Hahnemann gründete die homöopathische Abteilung. Dabei wandte Rudolf Steiners Verfahren ein homeopathisches an. Allerdings hatte Steiners keine ärztliche Ausbildung. Es ist ihm gelungen, durch Analogie-Denken, vergleichbar mit der homöopathischen Medizin, Verbindungen herzustellen.

Wenn sie sich auf diese anthroposophische Mittel verlassen, dann verpassen sie kostbare Zeit, in der sie möglicherweise bereits eine angemessene Therapie durchführen können. Aber auch die Stoffe selbst, die Steiners Verordnung enthält, sind manchmal schädlich. Natürlich ist es eine sehr giftige Substanz und wird in der Schulmedizin nicht eingesetzt, aber Steiners Meinung nach ist es ein sehr effektives und gutes Mittel.

Außerdem wird behauptet, dass bestimmte Masernseuchen auf Waldorfschulen oder antroposophische Kleinkindergärten zurückgeführt werden können, in denen die Impfung unzureichend ist. Bei Irene Wagner: Ja, das kann man nachvollziehen. Wie der auf diesem Gebiet sehr versierte Publizist Andreas Lichte feststellt, sind antroposophische Institutionen aufgrund von Masernseuchen gelegentlich gesperrt.

Wäre es zum Beispiel wichtig, dass die Schriftfamilie Schily eine anthroposophische Haltung einnimmt? Nicole Wagner: Nun, sie haben einen bestimmten Vornamen. Daniel Schily, der heute nicht mehr als Anthroposoph bezeichnet werden will, ist in diversen Nicht-Regierungsorganisationen tätig, zum Beispiel in "Mehr Demokratie". Es besteht gewissermaßen die Befürchtung, dass, da die gesamte anthroposophische Philosophie als Strömung begriffen ist, solche Menschen in prägenden Stellungen dazu beitragen, sie zu erweitern und zu festigen?

Nicole Wagner: Ja, dass sie sich in die Struktur einschleusen und sie dann für ihre eigenen Bedürfnisse ausnutzen. Inwiefern ist es schlecht, Artikel von Anthroposophen wie Deneter, Weleda oder Velkel zu haben? Bei Irene Wagner: Das hängt davon ab, ob Sie solche Unternehmen prinzipiell fördern wollen. Die Erzeugnisse würde ich nicht abkaufen, weil ich die gesamte Anthroposophie dahinter nicht mochte.

Vor allem bei Agrarprodukten kann man überhaupt nicht behaupten, dass es große Abweichungen in Bezug auf den Nährstoffgehalt oder schmecken. Sie müssen nicht den Gestirnen folgen und keine Kuhlhörner begraben oder das Pelz von Mägen abschälen, sondern der antroposophische Agrarverband Deneter hingegen in seinem Internet-Auftritt, dass Bodenhumus und -fruchtbarkeit mit seiner Methodik besonders gut sein würden.

Mehr zum Thema