Zwangsgedanken Therapie

Erzwungene Gedankentherapie

Erzwungene Gedanken, Ideen und Impulse nehmen einen großen Teil ein. enorm, wenn die Intensität erzwungener Gedanken und Handlungen abnimmt. Erzwungene Gedanken müssen nicht Teil deines Lebens sein!

Assoziationen spalten - Selbsthilfe-Technik zur Reduzierung von Zwangsgedanken

Für die Reduzierung zwanghafter Gedanken (Spaltung von Assoziationen) haben wir eine neue Therapiemethode aufgesetzt. Das Verfahren wendet sich an Menschen, die unter Zwangsgedanken litten (z.B. übermäßige Angst, andere mit Krankheitserregern zu infizieren; Ungewissheit, jemanden aus Versehen überrollt zu haben). Hottentrott, B., Jelinek, L., Kellner, M. & Moritz, S. (2011). "Die " Spaltung von Assoziationen " als zusätzliche Intervention für Patientinnen und Patienten mit Zwangsstörungen: eine Fallbeispiel.

Verhaltens-Therapie, Nr. 1 2, 109-115. Jelinek, L., Hauschildt, M., Hottentrott, B., Ober, M. & Moritz, S. (2014). Andere Beweise für verzerrte semantische Netzwerke bei OCD: wenn Messer nicht mehr mit Butter, sondern nur noch mit Stabilisatoren in Verbindung gebracht werden. Zeitschrift für Verhaltens-Therapie und experimentelle Psychiatrie, 45, 427-434. Jelinek, L., Hottentrott, B. & Moritz, S. (2009a).

Der Krebs ist mit einer Krankheit verbunden, aber nicht mehr mit einem Tier- oder Sternzeichen: Studie über voreingenommene semantische Netzwerke bei Zwangsstörungen (OCD). Zeitschrift für Angststörungen, 23, 1031-1036. Jelinek, L., Hottenrott, B. & Moritz, S. (2009b). Spaltung von Assoziationen - eine neue Maßnahme zur Bekämpfung obsessiver Gedanken. Notfallmedizin und Familienmedizin, 34, 24-28. Musiktheater, P., Moritz, S, Jacobi, C. & Schmidt, U.(2014).

Ess- und Gewichtsstörungen, 18, 153-158. R. Martin, B.C., Moritz, S., Molerio-Pérez, O. & Gil-Pérez, P. (2013).

Zwangskrankheiten

Eine bestimmte Psychotherapie, die Kognitionstherapie mit Expositions- und Reaktionsführung und die Arzneimitteltherapie mit gewissen Depressionen ("Serotonin-Wiederaufnahmehemmer") haben sich überhaupt erst bewährt. Die Früherkennung ist eine wichtige Voraussetzung, um die vielfältigen Auswirkungen der Seuche zu vermeiden. Doch auch wenn die Krebserkrankung schon seit Jahrzehnten existiert, kann die passende Therapie sehr gut sein.

Obwohl die Beschwerden nur bei einem Teil der Betroffenen vollständig verschwunden sind, verbessert sich die Lebenssituation für viele Menschen oft erheblich, wenn die Häufigkeit von zwanghaftem Denken und Handeln abnimmt. Die bevorzugte Methodik ist heute die Erkenntnis der kognitiven Verhaltenstherapie einschließlich des Expositionsreaktionsmanagements. Im Expositionsreaktionsmanagement exponiert sich der Betreffende in Zusammenarbeit mit seinem Psychotherapeuten allmählich den Zwangsreize und erlernt, mit den entstehenden unerfreulichen Empfindungen ohne Zwangsmaßnahmen fertig zu werden.

Das Konfrontieren mit der den Zwang auslösenden Ausgangssituation sollte vorzugsweise in der alltäglichen Lebenssituation des Betroffenen (z.B. zu Hause) erfolgen. Die Patientin erfährt, dass die mit der Lage zusammenhängenden Zwangsängste nicht auftreten und dass sie mit den unerfreulichen Gefühlen umgehen kann, d.h. dass Ängste, Abscheu oder Spannungen nach einer bestimmten Zeit abklingen, auch wenn sie keine Zwangsmaßnahmen durchführt.

Zur Berücksichtigung der Vielschichtigkeit des Krankheitsbildes werden in der Praxis generell multi-modale kognitiv-behaviorale Therapiekonzepte eingesetzt, jedenfalls bei mittleren und schweren Zwangsstörungen. Eventuelle Funktionen der Zwangssymptome werden ebenfalls in die Therapie miteinbezogen. Wir empfehlen, Verwandte in die Therapie einzubinden, vor allem, wenn sie an den Ritualen beteiligt sind.

Eine allgemeine Dominanz der kombinierten Kognitions- und Arzneimitteltherapie gegenüber der reinen Kognitionstherapie gibt es nicht. Allerdings ist die ergänzende Arzneimittelbehandlung von Vorteil, wenn gleichzeitig schwerwiegende (komorbide) Vertiefungen vorliegen und/oder zwanghafte Gedanken das Krankheitsbild ausmachen. In der Arzneimitteltherapie werden so genannten selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs) (Citalopram, Escitalopram, Fluoxetin, fluvoxamine, Paroxetine oder Sertralin) eingesetzt.

Sie werden auch zur Behandlung von depressiven Erkrankungen verwendet, arbeiten aber auch selbstständig bei zwanghaften Zwangsstörungen. Alternativ zu SSRIs gibt es den nicht-selektiven serotoninen Wiederaufnahmehemmer Klomipramin, der im Durchschnitt mehr Begleiterscheinungen hat als SSRIs und daher als die zweite Option gilt. Im Falle einer unzureichenden Reaktion auf SSRI, trotz ausreichender Länge und Hochdosis, wird eine Vermehrung mit einem niederdosisigen untypischen antipsychotischen Mittel vorgeschlagen.

Vergrößerung bedeutet die Hinzufügung von Stoffen zu einem Mittel, die allein keine oder kaum eine Antidepressiva- oder in diesem Falle "antikoerzitive" Wirkung haben. Diese Stoffe bewirken jedoch in Verbindung mit einem Antidepressiva eine Erhöhung der Wirkung des Antidepressiva gegen die zwanghaften Symptome und damit eine verbesserte Gesamtwirkung.

Die Erweiterung ist bei etwa 1/3 der Patientinnen und Patientinnen, die bisher nicht auf eine SSRI-Monotherapie ansprachen, besonders bei Patientinnen und Patienten und Patientinnen mit Zusatzstörungen des Tic-Titus, bei denen diese erfolgreich war. Prinzipiell sollte die Dosis von SSRI im obersten Dosierungsbereich bei zwanghaften Störungen angesiedelt sein, aber die Dosis muss immer mit dem behandelnden Hausarzt abgestimmt werden. Die Entwöhnung sollte immer stufenweise stattfinden, der genaue Zeitpunk hängt vor allem vom Ablauf der ergänzenden Kognitionstherapie ab.

Gerade im Hinblick auf die Langzeitwirkungen sollte die Arzneimitteltherapie immer mit kognitiv-behavioralen therapeutischen Massnahmen verbunden sein.

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